Russisch-deutsche Kultur erlebt digitalen Aufschwung trotz Pandemie
Nelly GirschnerRussisch-deutsche Kultur erlebt digitalen Aufschwung trotz Pandemie
Russisch-deutsche Kultur erreicht trotz Pandemie neues Publikum durch digitale Veranstaltungsreihe
Die Landesgruppe Nordrhein-Westfalen der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland hat mit den Russisch-Deutschen Kulturtagen eine neue Online-Veranstaltungsreihe ins Leben gerufen, die trotz der Herausforderungen der Pandemie russisch-deutsche Kultur einem breiten Publikum näherbringt. Nach der Absage zahlreicher öffentlicher Veranstaltungen im Jahr 2020 bietet das Programm nun digitale Vorträge und Gespräche zu Literatur, Geschichte und aktuellen Themen.
Den Auftakt bildete am 13. Oktober ein Vortrag von Tatjana Schmalz, Doktorandin an der Europa-Universität Viadrina. Sie sprach über die zeitgenössische russisch-deutsche Literatur, ein Genre, das in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen hat. Autoren wie Artur Rosenstern und Eleonora Hummel haben mit ihren Romanen Aufmerksamkeit erregt, die oft zwischen der alten Heimat und Deutschland angesiedelt sind. Rosenstern engagiert sich besonders durch Lesungen und Publikationen für die Sichtbarkeit dieser literarischen Tradition.
Die russisch-deutsche Kultur ist in Deutschland zunehmend präsent. Immer mehr Künstler:innen und Kulturschaffende mit diesem Hintergrund bereichern verschiedene Disziplinen. Öffentliche Veranstaltungen – auch wenn sie pandemiebedingt ins Netz verlagert wurden – spielen dabei eine zentrale Rolle. Die nordrhein-westfälische Landesgruppe plant, die Kulturtage 2021 mit einem neuen Programm fortzuführen. Die ersten Rückmeldungen sind positiv, die hohe Teilnehmerzahl zeigt das große Interesse am Thema.
Die Russisch-Deutschen Kulturtage haben sich den Einschränkungen angepasst und sind digital gegangen. Die Reihe beleuchtet Literatur, Geschichte und moderne Beiträge der Gemeinschaft. Die Veranstalter:innen blicken nun optimistisch auf die Erweiterung des Programms im kommenden Jahr.
