Ricarda Lang stichelt bei Karneval in Aachen gegen Söder und Bär
Marlene SeifertRicarda Lang macht Witz über Söder: "Nürnberger Würstchen" - Ricarda Lang stichelt bei Karneval in Aachen gegen Söder und Bär
Karnevalsveranstaltung in Alemannia Aachen wird zur Bühne für politischen Humor – Ricarda Lang nimmt Markus Söder und Dorothee Bär aufs Korn
Bei einer Karnevalsfeier in Alemannia Aachen entwickelte sich die traditionelle Rede der Grünen-Co-Vorsitzenden Ricarda Lang zu einer Plattform für politischen Spott, bei der sie Markus Söder und Dorothee Bär auf die Schippe nahm. In ihrer Ansprache zog Lang über Söder als "Nürnberger Rostbratwurst mit Troll-Lizenz" und "fränkischen Fleisch-Sommelier" mit Napoleon-Komplex her und erinnerte an seine umstrittene Äußerung über Bär. Die lockere Tradition, bekannt als Orden gegen tödlichen Ernst, bietet Politikern seit jeher die Gelegenheit, sich in scherzhafter Manier gegenseitig zu necken.
Die Pointen begannen, als Lang Söder als "Nürnberger Rostbratwurst mit Troll-Lizenz" und "fränkischen Fleisch-Sommelier" mit Napoleon-Komplex bezeichnete. Zudem erinnerte sie an seine umstrittene Äußerung über Bär, die viele als herablassend empfunden hatten. Der Vorfall war während eines CSU-Parteitags ans Licht gekommen und hatte für Kritik gesorgt, bevor Bär die Angelegenheit später als erledigt darstellte – Söder habe sich entschuldigt, nun sei es Zeit, nach vorne zu blicken.
Für Bär hatte die diesjährige Veranstaltung eine besondere Bedeutung: Sie wurde während der Zeremonie als "Ritterin des Ordens" geehrt. Trotz des heiteren Tons blieb eine offizielle Reaktion Söders auf Langs Späße bisher aus.
Auch Bär blieb von Langs Sticheleien nicht verschont, doch die genauen Witze über sie traten hinter den Fokus auf Söder zurück. Die Tradition erlaubt es Politikern zwar, in einem Rahmen fernab formaler Debatten mit Humor zu glänzen – doch die Anspielungen auf reale Spannungen verliehen den Scherzen eine schärfere Note.
Die Karnevalsreden endeten ohne direkte Erwiderung Söders, sodass Langs Pointen vorerst das letzte Wort behielten. Bär hingegen nahm ihre Ehrung entgegen und betonte erneut, die frühere Kontroverse sei längst beigelegt. Wie jedes Jahr verschwammen bei der Veranstaltung die Grenzen zwischen Satire und politischem Kommentar.
