Rekordverdächtige 9.100 Blitzer-Verstöße in nur 23 Tagen auf Kölner A4
Patrik WesackRekordverdächtige 9.100 Blitzer-Verstöße in nur 23 Tagen auf Kölner A4
Eine neu installierte Geschwindigkeitskontrollanlage auf der Kölner Autobahn A4 hat in nur 23 Tagen mehr als 9.100 Verkehrsverstöße erfasst. Das System, das Mitte Dezember 2025 in Betrieb genommen wurde, überwacht eine Baustelle, in der die Fahrspuren verengt und die Geschwindigkeitsbegrenzungen auf 40 km/h reduziert sind. Die Behörden berichten, dass in der Anfangsphase des Betriebs täglich fast 400 Verstöße registriert wurden.
Die von der Vetro Verkehrselektronik aus Wismar entwickelte und installierte Anlage befindet sich in der Nähe des Autobahnkreuzes Eifeltor. Sie wird mit einer integrierten Methanol-Brennstoffzelle betrieben, sodass kein fester Stromanschluss erforderlich ist. Diese Lösung ermöglicht es, das System mindestens bis Ende Februar 2027 vor Ort zu belassen. Die Gesamtkosten für Miete, Wartung und Betrieb werden auf etwa 245.000 Euro über einen Zeitraum von 15 Monaten geschätzt.
Die Anlage ist so konzipiert, dass sie mehrere Fahrspuren gleichzeitig überwachen kann. Sie erfasst sowohl Geschwindigkeitsüberschreitungen als auch Verstöße gegen spurbezogene Vorschriften. In der Baustelle müssen alle Fahrzeuge ein Tempolimit von 40 km/h einhalten. Lastkraftwagen unterliegen zusätzlichen Einschränkungen, da sie aufgrund einer maroden Brücke nur eine bestimmte Spur nutzen dürfen. In den ersten Wochen registrierte die Kamera Verstöße fast gleichmäßig in beiden Fahrtrichtungen. Die hohe Zahl der Vergehen deutet darauf hin, dass viele Autofahrer die vorübergehenden Regelungen entweder nicht kennen oder ignorieren.
Die stationäre Geschwindigkeitskontrolle wird noch über ein Jahr lang in Betrieb bleiben und die reduzierten Geschwindigkeitsbegrenzungen sowie die Spurvorschriften in der Baustelle überwachen. Mit fast 400 täglichen Verstößen hat sich das System bereits als wirksam erwiesen, um Regelverstöße zu identifizieren. Die Gesamtkosten des Projekts, einschließlich Installation und Wartung, werden voraussichtlich bis Anfang 2027 auf etwa 245.000 Euro steigen.
