18 January 2026, 10:46

RE10-Krise: Jede zweite Fahrt fällt aus – Pendler kämpfen gegen das Bahn-Chaos

Eine detaillierte Karte einer Stadt, die die Zugstrecke von München nach Frankfurt hervorhebt, zeigt Haltestellen, umliegende Gebiete und Text mit Informationen über die Länge des Zugs, die Entfernung und Sehenswürdigkeiten.

RE10-Krise: Jede zweite Fahrt fällt aus – Pendler kämpfen gegen das Bahn-Chaos

RE10-Bahnlinie zwischen Kleve und Düsseldorf: Monatelange schwere Beeinträchtigungen – jede zweite Fahrt fällt aus

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die RE10-Zugverbindung, die Kleve mit Düsseldorf verbindet, leidet seit Monaten unter massiven Störungen. Pendler berichten, dass vier von zehn Zügen Verspätungen von über elf Minuten aufweisen, während offizielle Zahlen zeigen, dass seit Januar 41 Prozent aller Fahrten der deutschen bahn ausgefallen sind. Als Reaktion darauf hat der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) hohe Strafen gegen den Betreiber Rhein-Ruhr-Bahn wegen der anhaltenden Mängel verhängt.

Verkehrsminister Oliver Krischer bezeichnete die Situation als „absolut inakzeptabel“ und forderte dringende Maßnahmen, um den zuverlässigen Betrieb der db fahrplan wiederherzustellen.

Die von Transdev Rhein-Ruhr GmbH unter der Marke Rhein-Ruhr-Bahn betriebene RE10 bedient die Region Niederrhein. Doch seit Jahresbeginn ist die Leistung der db bahn Linie zusammengebrochen. Im vergangenen Jahr lag die Ausfallquote noch bei 15 Prozent – nun ist sie auf 41 Prozent explodiert, sodass Fahrgäste stranden oder auf Alternativen ausweichen müssen.

Pendler behaupten jedoch, dass das Ausmaß der Verspätungen in Wirklichkeit noch schlimmer ist als offiziell erfasst. Die Statistiken unterschätzten das Chaos, so die Reisenden: Tatsächlich kämen vier von zehn Zügen mit mehr als elf Minuten Verspätung an. Von den Auswirkungen auf ihren Alltag frustriert, hat sich eine Gruppe regelmäßiger Fahrgäste zur Interessengemeinschaft RE10 zusammengeschlossen, um Veränderungen voranzutreiben.

Benedikt Prost, einer der Betroffenen, muss seine Abendplanung wegen des unzuverlässigen Fahrplans der die bahn immer wieder umstellen. Ein weiterer Pendler, Sascha Volker Pirsch, hat errechnet, dass Verspätungen und Ausfälle der db bahn die RE10-Fahrgäste jährlich insgesamt 133 Stunden Freizeit kosten. Beide fordern nun, dass Pendler direkt in die Gespräche über die Sanierung der Strecke einbezogen werden.

Der VRR hat mit finanziellen Sanktionen gegen Rhein-Ruhr-Bahn reagiert. Der Betreiber räumte den drastischen Anstieg der Ausfälle ein, hat bisher jedoch keine konkreten Schritte zur Verbesserung der db fahrplan vorgelegt. Die Kritik von Minister Krischer erhöht den Druck weiter – er besteht darauf, dass das aktuelle Serviceniveau der deutschen bahn nicht länger hingenommen werden könne.

Die Strafen stellen die erste offizielle Maßnahme gegen Rhein-Ruhr-Bahn wegen des schlechten Managements der RE10 dar. Da sich die Pendler organisieren, um mehr Zuverlässigkeit zu fordern, steht der Betreiber nun vor wachsendem Druck, die anhaltenden Probleme der db bahn zu lösen. Die nächsten Schritte werden zeigen, ob sich der Service bessert – oder ob weitere Sanktionen der deutschen bahn folgen.