PPWR-Umsetzung 2030: Warum 90 Prozent der Unternehmen noch nicht bereit sind
Patrik WesackPPWR-Umsetzung 2030: Warum 90 Prozent der Unternehmen noch nicht bereit sind
Eine aktuelle gemeinsame Umfrage des Fraunhofer-Instituts für Materialfluss und Logistik IML, der Logistikbude und der Stiftung Initiative Mehrweg (SIM) hat erhebliche Herausforderungen bei der Umsetzung der EU-Verpackungsverordnung (PPWR) aufgezeigt. Die Verordnung wird ab 2030 verbindlich und betrifft Hersteller, Händler sowie Logistikunternehmen entlang der gesamten Lieferkette.
Die Erhebung zeigt, dass derzeit nur jedes zehnte Unternehmen die grundlegenden Anforderungen für die PPWR-Konformität erfüllt. Dabei spielt das Wissen eine entscheidende Rolle: Hochinformierte Unternehmen erreichen eine durchschnittliche Umsetzungsquote von 59 Prozent, während weniger gut informierte nur auf 36 Prozent kommen.
Fast die Hälfte der befragten Unternehmen überschätzt den eigenen Fortschritt bei der Anpassung an die Verordnung. Zeitmangel, hohe Kosten und Unsicherheiten über die Machbarkeit gelten als größte Hürden. Gleichzeitig werden die Einbindung von Geschäftspartnern und die Verbesserung der Datenqualität sowohl als operative Herausforderungen als auch als Chancen für Effizienzsteigerungen und Innovationen gesehen.
Die PPWR soll Transparenz, Rückverfolgbarkeit und Wiederverwendung in Lieferketten fördern. Über die Umsetzung wird auf der Fachpack, der Fachmesse für Verpackungen, Technologien und Prozesse, vom 23. bis 25. September 2025 diskutiert.
Mehr als 70 Prozent der Unternehmen fordern klarere Leitlinien, um die Einführung der Verordnung zu erleichtern. Die verbindliche Umsetzung ab 2030 erfordert von allen betroffenen Branchen erhebliche Vorbereitungen. Mit der vollständigen Einführung werden messbare Veränderungen in den Lieferkettenprozessen erwartet.






