11 January 2026, 14:16

Polizei Münster bereitet sich auf umstrittene Atomtransporte nach Ahaus vor

Ein Fabrikinnenraum mit Trägern, einer Treppe, Geländer, Containern, Lampen, Rohren und Wänden.

Polizei Münster bereitet sich auf umstrittene Atomtransporte nach Ahaus vor

Die Polizei Münster bereitet sich auf mögliche Atomtransporte von Jülich nach Ahaus vor. Der Schritt folgt einer jüngsten Gerichtsentscheidung, die die Beförderung der radioaktiven Abfälle erlaubt. Aus Sicherheitsgründen halten die Behörden operative Details jedoch unter Verschluss.

Das Verwaltungsgericht Berlin wies einen Antrag des Umweltverbands BUND NRW ab, mit dem dieser die Transporte stoppen wollte. Das Gericht erklärte die Beschwerde aus formellen Gründen für unzulässig und ließ damit die bestehende Genehmigung bestehen. Damit können 152 Castor-Behälter mit Atommüll wie geplant vom Forschungszentrum Jülich zum Zwischenlager Ahaus gebracht werden.

Das Oberverwaltungsgericht prüft den Fall derzeit nicht, da der erste Rechtsbehelf des BUND gescheitert ist. Dem Umweltverband bleibt jedoch die Möglichkeit, gegen die Entscheidung Berufung einzulegen.

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Polizeipräsidentin Alexandra Dorndorf bestätigte, dass die Vorbereitungen für den Transport nahezu abgeschlossen seien. Sie betonte, die Maßnahmen könnten bei Bedarf kurzfristig umgesetzt werden. Aus Sicherheitsgründen werde der genaue Zeitpunkt jedoch nicht bekannt gegeben.

Mit der gerichtlichen Bestätigung der Transportgenehmigung steht den Beförderungen nun nichts mehr im Weg – es sei denn, der BUND legt erfolgreich Rechtsmittel ein. Die Münsteraner Polizei bleibt in Bereitschaft, um ihre Pläne kurzfristig umzusetzen. Die 152 Behälter mit Atommüll könnten bald unter strengen Sicherheitsvorkehrungen nach Ahaus verlegt werden.