POL-AC: Rechtsextreme Parolen gerufen - Waffen und Drogen beschlagnahmt
Patrik WesackPOL-AC: Rechtsextreme Parolen gerufen - Waffen und Drogen beschlagnahmt
Spätabendlicher Vorfall in Eschweiler: Zwei Männer nach Verdacht auf gefährliches Verhalten vorläufig festgenommen
Ein nächtlicher Zwischenfall in Eschweiler führte in den frühen Morgenstunden zur vorläufigen Festnahme zweier Männer, nachdem Anwohner verdächtiges Verhalten gemeldet hatten. Beamte der Polizei Aachen rückten gegen 1:45 Uhr am Dienstag, dem 23. Dezember 2025, zu einem Einsatz auf der Antoniusstraße aus, bei dem es zu einer raschen Eskalation kam: Ein Mann soll demnach eine Schusswaffe abgefeuert und verbotene Parolen gerufen haben.
Ein Anwohner hatte die Behörden auf drei Personen aufmerksam gemacht, die sich auf der Antoniusstraße auffällig verhalten hätten. Bei ihrem Eintreffen trafen die Beamten auf zwei 28-jährige Männer und eine 27-jährige Frau. Einer der Männer trug eine Signalpistole bei sich, der andere Brassknuckles und illegale Drogen. Beide wirkten sichtbar alkoholisiert.
Einer der Männer rief daraufhin Parolen, die mit verfassungsfeindlichen Gruppen in Verbindung stehen. Zudem feuerte er einen Schuss in die Luft ab, woraufhin die Polizei ihn sowie den zweiten Mann vorläufig festnahm. Die beiden wurden zur Vernehmung auf eine Wache gebracht, noch in derselben Nacht jedoch wieder auf freien Fuß gesetzt. Die Kriminalpolizei prüft nun mögliche Verstöße gegen das Waffengesetz, Drogenbesitz sowie die Verwendung verbotener Symbole. Der Fall könnte mit einem größeren Ermittlungsverfahren in Göttingen zusammenhängen, wo seit Dezember 2025 ein 42-jähriger Mann aus Herzberg und fünf weitere Personen wegen Verstößen gegen das Waffenrecht im Visier der Behörden stehen.
Die Ermittlungen dauern an; die Beamten werten Beweismaterial aus, um weitere Anklagepunkte zu prüfen. Die vorläufige Freilassung der beiden Männer schließt spätere rechtliche Konsequenzen nicht aus. Die Behörden beobachten weiterhin mögliche Verbindungen zu extremistischen Aktivitäten und dem illegalen Umgang mit Waffen.
