30 December 2025, 00:32

PKV-Beiträge steigen 2026 um bis zu 13 Prozent – was Betroffene jetzt tun können

Eine Flasche und eine Speisekarte sind auf einer Oberfl├Ąche platziert.

PKV-Beiträge steigen 2026 um bis zu 13 Prozent – was Betroffene jetzt tun können

Private Krankenversicherung: 2026 drohen drastische Beitragserhöhungen

Die Kosten für die Private Krankenversicherung (PKV) in Deutschland werden 2026 deutlich steigen. Rund 60 Prozent der Versicherten müssen mit einer durchschnittlichen Erhöhung ihrer monatlichen Beiträge um 13 Prozent rechnen. Angesichts der wachsenden finanziellen Belastung suchen viele nun nach Möglichkeiten, ihre Ausgaben zu senken.

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Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen verzeichnet einen starken Anstieg an Anfragen von PKV-Kunden, die sich Sorgen um die Bezahlbarkeit machen. Betroffene können sich dort unabhängig beraten lassen und erhalten eine Musterbeschwerde für Widersprüche. Der Versicherungskonzern Allianz hat bereits bestätigt, dass ab Januar 2026 flächendeckend Beitragsanpassungen vorgenommen werden – ein Faktor, der zur bundesweiten Teuerung beiträgt.

Ein Wechsel in einen Basistarif könnte die Kosten entlasten, besonders wenn der aktuelle Beitrag deutlich höher liegt. Dadurch könnten Versicherte zudem Anspruch auf staatliche Zuschüsse erhalten. Alternativ bietet sich der Standardtarif an, der langjährigen Kunden offensteht und gesetzliche Leistungen mit einer niedrigen Selbstbehaltsgrenze abbildet. Auch eine Anpassung des Leistungsumfangs – etwa durch die Wahl eines Hausarztmodells oder den Verzicht auf bestimmte Zusatzleistungen – kann die Beiträge senken. Allerdings sind solche Änderungen oft unwiderruflich. Eine weitere Option ist die Erhöhung des Selbstbehalts, um die Prämien zu drücken. Allerdings übernehmen Arbeitgeber diese Zusatzkosten nicht, und eine spätere Senkung des Selbstbehalts ist häufig ausgeschlossen.

Falls ein Versicherer einen Tarifwechsel blockiert, können Versicherte dagegen vorgehen. Beschwerden lassen sich beim PKV-Ombudsmann oder der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) einreichen. Wer in finanzielle Not gerät, kann zudem staatliche Hilfen beantragen, um die PKV-Beiträge zu stemmen.

Die Beitragserhöhungen 2026 werden viele PKV-Kunden hart treffen – auch Allianz gehört zu den Versicherern, die ihre Sätze anheben. Tarifwechsel oder Leistungsanpassungen könnten Entlastung bringen, doch einige Änderungen sind dauerhaft. Unterstützung bieten Verbraucherberatungen sowie offizielle Beschwerdestellen für alle, die mit den Steigerungen kämpfen.