29 June 2026, 20:17

Philharmonie-Sanierung 2032: Tempelhof oder ICC – wo spielt Berlins Elite-Orchester?

Zu viel Hysterie!

Philharmonie-Sanierung 2032: Tempelhof oder ICC – wo spielt Berlins Elite-Orchester?

Berlin diskutiert über ein vorübergehendes Domizil für die Philharmonie während der Sanierung 2032

Die Stadt favorisiert das Internationale Congress Centrum (ICC), doch Philharmonie-Direktorin Andrea Zietzschmann zeigt sich skeptisch. Eine aktuelle Umfrage zeigt starke öffentliche Unterstützung für den Flughafen Tempelhof als Alternative – 66 Prozent der Befragten bevorzugen diesen Standort gegenüber anderen Optionen.

Die Suche der Hauptstadt nach einer Zwischenlösung für die Philharmonie hat eine Debatte ausgelöst. Das Tempelhofer Feld führt laut einer Umfrage des Portals BackstageClassical mit 66 Prozent der Stimmen, während das ICC nur auf fünf Prozent kommt. Auch Kollegen vom VAN Magazine haben Tempelhof ins Spiel gebracht, obwohl die Kosten auf über eine Milliarde Euro geschätzt werden.

Unterdessen bestätigte Andrea Zietzschmann, dass sie ihren Vertrag als Philharmonie-Direktorin nicht verlängern wird. In Berlin hatte es bereits Gerüchte gegeben, dass sie nach 2028 ausscheiden könnte – trotz ihrer erfolgreichen Führung des Orchesters.

Weitere kulturelle Veränderungen stehen an Der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) kündigte an, sein klassisches Radioprogramm auf DAB+ einzustellen und durch BR-Klassik zu ersetzen. Die Entscheidung stieß in der Öffentlichkeit auf wenig Resonanz, doch Musikdirektorin Annette Josef übt Kritik. In Leipzig sieht sich Dirigent John Eliot Gardiner Vorwürfen wegen unangemessenen Verhaltens beim Bach-Festival ausgesetzt – die Meinungen seiner Unterstützer und Kritiker gehen auseinander. Steven Walter, Direktor des Bonner Beethovenfests, reagierte darauf, indem er sein Festival zur „No-Dick-Pic-Zone“ erklärte und Wiederholungstäter ausschloss.

Andernorts forderte Oliver Wille, Leiter der Hitzacker Sommerlichen Musiktage, in einem BackstageClassical-Podcast mehr Ernsthaftigkeit und tieferes Vertrauen in die Musik. Hamburgs Kultursenator Carsten Brosda mischte sich ebenfalls in die Debatte ein und kritisierte in der Süddeutschen Zeitung Michel Friedmans Positionen zur deutschen Identität. Beim Salzburger Festspiel bot Karin Bergmann an, Konzerte zu übernehmen, die ursprünglich für ihren Vorgänger Markus Hinterhäuser geplant waren – eine Antwort steht jedoch noch aus.

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Ungewisse Zukunft für die Philharmonie Während die Standortfrage weiter diskutiert wird, steht die Philharmonie vor einer unsicheren Zeit. Zietzschmanns Abschied ist nur einer von mehreren Wandlungsprozessen in der deutschen Klassikszene. Öffentliche Meinung und Branchenvorschläge könnten die nächsten Schritte für das vorübergehende Domizil des Orchesters prägen.

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