Ostwestfalen-Derby endet chaotisch mit 2:2 – Fan-Ausschreitungen und strittige Entscheidungen
Tom Gieß2:2 im Ostwestfalen-Derby zwischen Bielefeld und Paderborn - Ostwestfalen-Derby endet chaotisch mit 2:2 – Fan-Ausschreitungen und strittige Entscheidungen
Das Ostwestfalen-Derby der 2. Bundesliga zwischen Arminia Bielefeld und dem SC Paderborn endete mit einem spektakulären 2:2-Unentschieden. Das Spiel bot späte Dramatik, aberkannte Tore und Fan-Ausschreitungen, bevor sich beide Mannschaften die Punkte teilten.
Trotz des Remis verpasste Paderborn die Chance, sich vorübergehend an die Tabellenspitze zu setzen. Bielefeld hingegen stoppte eine Serie von drei Niederlagen in Folge, bleibt aber in der Abstiegszone.
Die Probleme begannen bereits vor dem Anpfiff, als Rauch von Bielefelds Heimfans eine achtminütige Verzögerung verursachte. Nach Spielbeginn brachte Joel Grodowski die Gastgeber in der 24. Minute mit 1:0 in Führung. Paderborn glaubte vor der Pause zweimal ausgeglichen zu haben, doch Schiedsrichter Patrick Ittrich erkannte beide Treffer wegen Abseits nicht an.
Die zweite Halbzeit startete verspätet, nachdem Auswärtsfans Tennisbälle auf den Rasen geworfen hatten. Nach der Unterbrechung drehte Stefano Marino mit zwei Toren in der 53. und 62. Minute das Spiel für Paderborn. Doch in der Schlussphase glich Mael Corboz per Elfmeter zum Endstand aus.
Zuvor hatte Paderborns Cheftrainer Ralf Kettemann sogar das Spielfeld betreten müssen, um bei der Beseitigung der Gegenstände und der Wiederherstellung der Ordnung zu helfen.
Mit Schalke 04 (50 Punkte) an der Tabellenspitze bleibt Paderborn mit 47 Zählern Vierter – zwei Punkte hinter Elversberg. Bielefeld, trotz des Ende der Negativserie, verbleibt auf einem Abstiegsplatz.
Das Unentschieden hält Paderborn im Aufstiegskampf, verwehrt der Mannschaft aber den vorübergehenden Sprung an die Spitze. Bielefeld sicherte sich zwar einen Punkt, bleibt aber akut abstiegsbedroht. Beide Teams richten nun den Blick auf die nächste Spielrunde.