05 April 2026, 08:11

Oktoberfest: Wie München Tradition und Milliardenumsätze vereint

Eine große Gruppe von Menschen sitzt an Tischen unter einem Zelt auf dem Oktoberfest in München, Deutschland, mit Taschen und Gegenständen auf den Tischen und festlicher Dekoration im Hintergrund.

Oktoberfest: Wie München Tradition und Milliardenumsätze vereint

Das Münchner Oktoberfest bleibt eines der größten Volksfeste der Welt – eine einzigartige Mischung aus jahrhundertealten Traditionen und modernem Wirtschaftsfaktor. Jahr für Jahr strömen Millionen Besucher für 16 Tage auf die Theresienwiese, um ausgiebig zu feiern. Doch hinter der ausgelassenen Stimmung verbirgt sich ein blühendes Geschäftsmodell, dessen Umsätze mit denen großer Industrien mithalten können.

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Eröffnet wird das Fest traditionell vom Münchner Oberbürgermeister mit dem ersten Fassanstich. Ab diesem Moment fluten rund sechs bis sieben Millionen Menschen das Gelände und geben im Schnitt etwa 90 Euro pro Person aus. Die Bierzelte prägen das Bild – wobei nur etwa vier bis fünf Prozent des ausgeschenkten Bieres alkoholfrei sind.

Für Unternehmen ist das Oktoberfest ein wahres Eldorado: Firmen mieten Tische in den Zelten für 700 bis 2.350 Euro, um dort Kontakte zu knüpfen und Kunden zu bewirten. Ein erfolgreiches Fest kann einem Zeltbetreiber so viel einbringen wie ein ganzes Reihenhaus in München kostet. Allein auf der Theresienwiese wird ein Gesamtumsatz von 634 Millionen Euro erzielt, während die Stadt München von geschätzten 1,5 Milliarden Euro an wirtschaftlicher Wertschöpfung profitiert.

Auch moderne Einflüsse halten Einzug: Inzwischen akzeptieren etwa die Hälfte der Verkaufsstände und einige Zelte bargeldlose Zahlungen. Dennoch bleibt das Fest seinen Wurzeln treu. Ähnliche große Volksfeste finden sich in anderen deutschen Städten wie Bad Cannstatt, Crange oder Hamburg.

Das Oktoberfest vereint somit auf beeindruckende Weise Tradition und Kommerz. Die enormen Besucherzahlen und die Kaufkraft der Gäste unterstreichen seine wirtschaftliche Bedeutung. Für München und seine Akteure bleibt das Fest ein zentraler Umsatzmotor – und ein Grund zur kulturellen Stolzes.

Quelle