NRW wird Vorreiter: Wie die Region bis 2045 klimaneutral werden will
Marlene SeifertNRW wird Vorreiter: Wie die Region bis 2045 klimaneutral werden will
Nordrhein-Westfalen treibt ehrgeizige Klimaziele voran – während in Brasilien die Weltklimakonferenz beginnt
Die Region strebt an, bis 2045 das erste klimaneutrale Industriegebiet Europas zu werden. Doch schon jetzt machen lokale Projekte und Startups Fortschritte bei der Reduzierung von Emissionen und der Umstellung auf grüne Energielösungen.
Im Kreis Olpe wird auf einer Deponie ein neues System eingeführt, das in den nächsten zehn Jahren die Methanemissionen drastisch senken soll. Durch ein spezielles Oxidationsverfahren könnten so rund 212.000 Tonnen CO₂-Äquivalente verhindert werden.
Die Düsseldorfer Initiative "Dein Baum" hat seit 2021 fast 1.000 neue Bäume in der Stadt gepflanzt. Die Kampagne motiviert Bürger:innen und Unternehmen, sich an der Begrünung des urbanen Raums zu beteiligen.
Die kleine Stadt Ennigerloh hat einen Meilenstein erreicht: Seit kurzem wird der gesamte Haushaltsstrom aus erneuerbaren Energien bezogen – ein Ziel, das ursprünglich erst für 2025 geplant war, aber ein Jahr früher umgesetzt wurde.
In Dortmund entwickelt das Startup Simplyfined pflanzenbasierte Öle, die Erdöl in der chemischen Produktion ersetzen sollen. Das Unternehmen will seinen Prozess in den nächsten Jahren für die industrielle Nutzung hochskalieren.
Auf der Weltklimakonferenz in Brasilien fällt indes die Abwesenheit des früheren US-Präsidenten Donald Trump auf. Keine hochrangigen Vertreter der USA sind als Ersatz angereist.
Nordrhein-Westfalens Engagement zeigt, wie regionale Initiativen den Klimaschutz vorantreiben können. Mit industriellen Innovationen, dem Ausbau erneuerbarer Energien und urbaner Begrünung rückt die Region ihrem Ziel der Klimaneutralität bis 2045 näher. Die Abwesenheit zentraler US-Persönlichkeiten auf der Konferenz unterstreicht hingegen die unterschiedlichen internationalen Ansätze in der Klimapolitik.






