29 December 2025, 04:22

NRW will Hausarztmangel mit neuen medizinischen Versorgungszentren bekämpfen

Ein Gewässer ist in der Mitte des Bildes zu sehen, umgeben von Grasland und Bäumen oben und Grasland unten.

NRW will Hausarztmangel mit neuen medizinischen Versorgungszentren bekämpfen

Nordrhein-Westfalen plant Förderung neuer medizinischer Versorgungszentren, um Hausarztmangel zu bekämpfen

Angesichts wachsender Engpässe bei Hausärzten bereitet Nordrhein-Westfalen die Finanzierung neuer medizinischer Versorgungszentren (MVZ) vor. Hintergrund ist die zunehmende Wartezeit für Patient:innen auf Termine – ein Problem, das sich durch die bevorstehende Pensionierungswelle bei Allgemeinmedizinern weiter verschärfen dürfte. Die Landesregierung arbeitet derzeit an Richtlinien zur Unterstützung dieser Zentren; eine endgültige Entscheidung wird noch vor Weihnachten erwartet.

Das Gesundheitsministerium räumt ein, dass die Terminvergabe bei Haus- und Fachärzten immer schwieriger wird. Da viele niedergelassene Ärzt:innen kurz vor dem Ruhestand stehen, droht das System weiter unter Druck zu geraten. Gleichzeitig bevorzugen jüngere Mediziner:innen zunehmend angestellte Tätigkeiten und Teilzeitmodelle – Arbeitsbedingungen, die medizinische Versorgungszentren (MVZ) eher bieten können als klassische Einzelpraxen.

Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann betont, dass die Kontrolle über die neuen Zentren bei Ärzt:innen und Pflegekräften liegen solle – und nicht bei externen Investoren. Dennoch soll die Förderung nicht auf öffentliche Einrichtungen beschränkt bleiben. Auch kommerzielle Ärztenetze können nach den geplanten Richtlinien finanzielle Unterstützung erhalten. Welche Städte konkret von der Maßnahme profitieren sollen, steht noch nicht fest. Im Fokus stehen jedoch unterversorgte Regionen, in denen der Zugang zur Hausarztversorgung besonders schwierig ist.

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Eine Entscheidung über das Förderprogramm soll noch vor Jahresende fallen. Bei einer Bewilligung könnten die neuen Zentren die Belastung des Gesundheitssystems verringern, indem sie Ärzt:innen flexiblere Arbeitsbedingungen bieten. Ziel ist es, Patient:innen in strukturschwachen Gebieten schnelleren Zugang zu medizinischer Versorgung zu ermöglichen.