NRW und Bahn starten Großoffensive gegen marode Schienennetze und Zugausfälle
Nelly GirschnerNRW und Bahn starten Großoffensive gegen marode Schienennetze und Zugausfälle
Nordrhein-Westfalens Schienennetz steht vor großen Herausforderungen. Im vergangenen Jahr hatte jeder vierte Zug Verspätung, jeder sechste fiel komplett aus. Nun haben das Land und die Deutsche Bahn eine Zusammenarbeit vereinbart, um dringend notwendige Verbesserungen umzusetzen.
Das erste Großprojekt startet bereits im Februar 2023: Die stark frequentierte Strecke von Köln über Wuppertal nach Hagen wird für etwa fünf Monate voll gesperrt, um grundlegend saniert zu werden. Sie zählt zu mehreren maroden Verbindungen in der Region, die dringend instand gesetzt werden müssen.
Die Eisenbahninfrastruktur in NRW ist in schlechterem Zustand als in den meisten anderen Bundesländern. Um gegenzusteuern, planen Bahn und Land in den kommenden Jahren die Modernisierung stark belasteter Strecken. Weitere Baumaßnahmen sind bereits für die Linien Hagen–Unna–Hamm, Köln–Bonn–Koblenz sowie Aachen–Köln vorgesehen.
Doch es geht nicht nur um Reparaturen: Beide Seiten verfolgen auch langfristige Ziele. Dazu gehören der Bau eines modernen Bahnhofs sowie die Schaffung einer direkten Schienenverbindung von Köln nach London.
Die Zusammenarbeit soll den Zugverkehr in NRW zuverlässiger machen. Um Verspätungen und Ausfälle zu reduzieren, stehen umfangreiche Bauarbeiten an. Die ersten Aufwertungen beginnen bereits Anfang nächsten Jahres.
