03 April 2026, 02:10

NRW-SPD sucht nach Links Rückzug dringend einen neuen Spitzenkandidaten für 2027

Plakat bewirbt Bergbahn, Deutschland als elektrisches Stadt, zeigt Bilder von Gebäuden, Bäumen, Hügeln und beschreibenden Text.

NRW-SPD sucht nach Links Rückzug dringend einen neuen Spitzenkandidaten für 2027

NRWs SPD bereitet sich auf die Landtagswahl 2027 vor – und will im Januar ihre Wahlkampfstrategie finalisieren. Trotz des Rückzugs von Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link als Spitzenkandidat betont die Partei, über mehrere qualifizierte Bewerber für die Führungsrolle zu verfügen. Links Entscheidung fällt nach massiver Unterstützung durch SPD-Landesvorsitzende Barbara Bas, die sich angeblich für seine Nominierung Anfang nächsten Jahres eingesetzt hatte.

Vor der Wahl 2027 steht die NRW-SPD vor einer Herausforderung: Seit der Landtagswahl 2022 hat die Partei in Umfragen kontinuierlich an Zustimmung verloren – von 26,7 Prozent auf aktuell nur noch 17 bis 22 Prozent. Die CDU hingegen bleibt stabil oder legt sogar leicht zu und liegt bei 35 bis 38 Prozent. Auch die Grünen büßen an Unterstützung ein (Rückgang von 18,2 auf 13 bis 17 Prozent), während die FDP von 5,9 auf magere 3 bis 4 Prozent abstürzt.

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Sören Link, eine der prägenden Figuren der SPD in NRW, galt lange als möglicher Favorit für die Spitzenkandidatur. Bundesarbeitsministerin Barbara Bas soll seine offizielle Nominierung bereits für Januar angestrebt haben. Doch der frisch mit überwältigender Mehrheit wiedergewählte Duisburger Oberbürgermeister hat nun klarstellend erklärt, nicht antreten zu wollen. Als Hauptgrund nannte er seine Verpflichtung gegenüber der Stadt – sein Wahlsieg sei ein klarer Auftrag, Duisburg weiter zu dienen.

Trotz Links Absage beharrt die NRW-SPD darauf, starke Alternativen zu haben. Parteivertreter betonen, dass mehrere qualifizierte Kandidaten für die Spitzenposition infrage kommen.

Ohne Link als Spitzenkandidaten geht es für die SPD nun in die heiße Phase der Vorbereitung. Die Wahlkampfstrategie soll im Januar festgezurrt werden, während intern diskutiert wird, wer die CDU aus ihrer dominierenden Position herausfordern kann. Die Umfragen deuten darauf hin, dass die SPD einen überzeugenden Kandidaten braucht, um bis 2027 verlorene Wähler zurückzugewinnen.

Quelle