NRW-Reform für Lehrergehälter: Warum die Kritik an A13-Einstieg wächst
Tom GießNRW-Reform für Lehrergehälter: Warum die Kritik an A13-Einstieg wächst
Geplante Gehaltsreform für Lehrer in Nordrhein-Westfalen löst breite Kritik aus
Ab August 2026 sollen alle neuen Lehrkräfte in Nordrhein-Westfalen – unabhängig von der Schulform – mit der höheren Besoldungsstufe A13 einsteigen. Doch die Neuregelung stößt auf massive Vorbehalte, da sie weder Führungspositionen noch Beförderungsstufen berücksichtigt.
Die Landesregierung begründet die Änderung mit dem Ziel, die Personalversorgung an Grund- und Gesamtschulen zu verbessern. Bisher verdienen Lehrkräfte an diesen Schulen zu Beginn weniger als ihre Kollegen an Gymnasien. Künftig sollen Einstiegsgehalt und erste Beförderungsstufe für alle Schulformen gleich sein.
Gewerkschaften und Opposition monieren jedoch, dass die Reform zu kurz greift. Da Gehälter für Schulleitungen und höhere Funktionen nicht angepasst werden, drohe eine Demotivation erfahrener Lehrkräfte. Für Lehrkräfte in Funktionsstellen oder Führungspositionen bringe die Reform keine finanziellen Vorteile – und mache diese Posten deutlich unattraktiver.
Die Gewerkschaften fordern nun bis 2027 eine grundlegende Überarbeitung der Besoldungsstrukturen. Ohne bessere Bezahlung für Beförderungen riskiere die Reform, Karrierewege zu blockieren. Die Landesregierung hat auf diese Forderungen bisher nicht reagiert.
Die Neuregelung tritt im August 2026 in Kraft und erhöht die Einstiegsgehälter für alle neuen Lehrkräfte auf A13. Doch die fehlende Anpassung für Führungs- und Beförderungsstellen bleibt ein zentraler Streitpunkt. Ohne Nachbesserungen, so die Kritik, könnte die Reform die Personalprobleme langfristig sogar verschärfen.
