08 May 2026, 16:09

NRW kämpft für historischen Mutterschutz für Selbstständige in Deutschland

Ein schwangeres Paar in Schwangerschaftskleidung steht Seite an Seite mit den Händen auf dem Bauch, umgeben von Bäumen im Hintergrund.

NRW kämpft für historischen Mutterschutz für Selbstständige in Deutschland

Nordrhein-Westfalen drängt auf besseren Mutterschutz für Selbstständige in ganz Deutschland

Die Landesregierung hat ihre Forderung nach gesetzlichen Leistungen für freiberuflich tätige Frauen erneuert und betont, dass eine Schwangerschaft niemals als berufliches Risiko betrachtet werden dürfe. Eine neue, vom Land unterstützte Machbarkeitsstudie liefert nun konkrete Lösungsvorschläge, um diese Schutzlücke zu schließen.

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Jährlich bringen in Deutschland rund 27.000 selbstständige Frauen Kinder zur Welt – ohne denselben Schutz wie Angestellte. Wirtschaftsministerin Mona Neubaur (Grüne) unterstrich, dass Schwangerschaft nicht als Betriebsrisiko behandelt werden dürfe. Das Land hat eine Vorreiterrolle übernommen, indem es eine Bundesratsinitiative gestartet und ein breites Bündnis zur Lösung des Problems geschmiedet hat.

Die Westdeutsche Handwerkskammer (WHKT) hat auf Basis der landesfinanzierten Machbarkeitsstudie eigene Vorschläge vorgelegt. Kernpunkt ist ein einmaliger, pauschaler Lohnersatz während der Mutterschutzzeit. Die vollständigen Ergebnisse der Studie werden im Juli vorgestellt.

Um die Pläne voranzubringen, hatte das Bundeswirtschaftsministerium kürzlich zu einem Treffen nach Berlin eingeladen. Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft diskutierten, wie die neuen Schutzmaßnahmen umgesetzt werden könnten.

Ziel der Vorschläge ist es, selbstständigen Müttern während des Mutterschutzes finanzielle Sicherheit zu bieten. Sollten die Änderungen beschlossen werden, wäre dies das erste Mal, dass diese Gruppe in Deutschland solchen Schutz erhält. Die nächsten Schritte hängen von den finalen Studienergebnissen und weiteren politischen Verhandlungen ab.

Quelle