NRW investiert 305 Millionen Euro in den Ausbau der S-Bahn-Linie S11 zwischen Bergisch Gladbach und Köln
Nelly GirschnerNRW investiert 305 Millionen Euro in den Ausbau der S-Bahn-Linie S11 zwischen Bergisch Gladbach und Köln
Nordrhein-Westfalen (NRW) hat 305 Millionen Euro für den Ausbau der S-Bahn-Linie S11 zwischen Bergisch Gladbach und Köln bewilligt. Das Projekt, dessen Gesamtbudget nun bei 836 Millionen Euro liegt, umfasst den Bau eines zweiten Gleises sowie die Modernisierung wichtiger Bahnhöfe. Verzögerungen bei der Planung lassen jedoch Zweifel an der ursprünglichen Fertigstellung für Anfang 2032 aufkommen.
Der Ausbau der S11 sieht eine zweigleisige Strecke, barrierefreie Umbauten sowie neue Mittelbahnsteige an den großen Haltepunkten vor. Am Kölner Hauptbahnhof entstehen zwei zusätzliche Bahnsteige, am Bahnhof Köln Messe/Deutz kommen drei hinzu – insgesamt also fünf neue Bahnsteige. Zudem werden der Bahnhof Bergisch Gladbach erweitert und ein neuer Haltepunkt in Köln-Kalk West gebaut.
Die Bauarbeiten sollen frühestens Ende 2026 beginnen, wobei die erste größere Sperrung vom 10. April bis zum 3. Juli desselben Jahres geplant ist. Diese erste Unterbrechung dient der Vorbereitung für ein digitales Stellwerk in Mülheim. Pendler müssen sich auf langfristige Einschränkungen während der gesamten Bauphase einstellen, die sich aufgrund von Überschneidungen mit anderen Projekten über das ursprüngliche Zieljahr 2032 hinaus verzögern könnte.
NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer bestätigte, dass alle notwendigen Baugenehmigungen noch in diesem Sommer vorliegen sollten. Mit der nun gesicherten Planfeststellung kann die DB InfraGO mit der Ausschreibung von Aufträgen und der Anmeldung von Streckensperrungen beginnen. Nach Abschluss der Arbeiten soll die S11 im Zehn-Minuten-Takt verkehren, in der Hauptverkehrszeit fast alle fünf Minuten.
Der Bund steuert 531 Millionen Euro zum Ausbau bei, sodass sich die Gesamtinvestition auf 836 Millionen Euro beläuft. Ragnar Migenda, Erster Beigeordneter der Stadt Bergisch Gladbach, ging davon aus, dass die Bauarbeiten frühestens gegen Ende 2030 beginnen könnten. Die modernisierte Strecke soll Kapazität und Zuverlässigkeit verbessern – doch bis zur Fertigstellung müssen Pendler jahrelange Beeinträchtigungen in Kauf nehmen.






