NRW ermittelt gegen 7.000 Influencer wegen Steuerhinterziehungsverdachts
Tom GießSteuerfahnder prüfen 7.000 Influencer in NRW - NRW ermittelt gegen 7.000 Influencer wegen Steuerhinterziehungsverdachts
Steuerbehörden in Nordrhein-Westfalen (NRW) haben eine großangelegte Untersuchung gegen über 7.000 Social-Media-Influencer eingeleitet. Im Fokus steht der Verdacht auf mögliche Steuerhinterziehung. Den Ermittlungen liegt die Auswertung eines umfangreichen Datensatzes zugrunde, der von verschiedenen Plattformen stammen soll.
Das Landesamt zur Bekämpfung der Finanzkriminalität (LBF NRW) hat tausende Datensätze gesammelt und ausgewertet. Nach der Analyse konnten die Beamten die Informationen mehr als 7.000 in NRW ansässigen Personen zuordnen. Nun wird jeder Einzelfall geprüft, um festzustellen, ob Steuern in voller Höhe abgeführt wurden.
Aufgrund der hohen Fallzahl wird sich die Untersuchung voraussichtlich über einen längeren Zeitraum hinziehen. Parallel bearbeitet das LBF NRW bereits rund 200 laufende Strafverfahren gegen Influencer mit Wohnsitz in NRW. Nicht enthalten in dieser Zahl sind Fälle aus einem neu erworbenen Datensatz, der weitere 6.000 Personen betrifft.
Wie viele Influencer bundesweit wegen Steuerhinterziehung überprüft werden, ist offiziell nicht bekannt. Derzeit konzentrieren sich die Behörden auf die systematische Überprüfung der Steuerkonformität in NRW.
Die Ermittlungen zur Steuerhinterziehung werden fortgesetzt, während die Beamten die Zahlungsunterlagen jedes einzelnen Influencers auswerten. Angesichts der tausenden zu prüfenden Fälle könnte sich das Verfahren über einen langen Zeitraum erstrecken. Die Ergebnisse werden zeigen, ob gegen diejenigen, bei denen Verstöße festgestellt werden, weitere rechtliche Schritte eingeleitet werden müssen.
