Neujahrsempfang in Solingen diskutiert Zukunft sozialer Dienstleistungen im Bergischen Städtedreieck
Nelly GirschnerNeujahrsempfang in Solingen diskutiert Zukunft sozialer Dienstleistungen im Bergischen Städtedreieck
Neujahrsempfang in Solingen: Sozialverbände, Politiker und Forscher diskutieren die Zukunft sozialer Dienstleistungen
Ein Neujahrsempfang in Solingen brachte Vertreter der Wohlfahrtsverbände, Politiker und Wissenschaftler zusammen, um über die Zukunft sozialer Dienstleistungen zu sprechen. Die vom Paritätischen Wohlfahrtsverband organisierte Veranstaltung konzentrierte sich auf die wirtschaftliche und gesellschaftliche Bedeutung unabhängiger Wohlfahrtsorganisationen in der Region Bergisches Städtedreieck. Zu den Rednern zählten lokale Amtsträger, Wissenschaftler sowie Vertreter der Landesregierung.
Die Vorsitzende des Solinger Kreisverbands des Paritätischen Wohlfahrtsverbands, Dorothee Daun, eröffnete die Veranstaltung. Ioanna Zacharaki, zweite stellvertretende Bürgermeisterin Solingens, hielt eine Begrüßungsrede im Namen von Oberbürgermeister Daniel Flemm. Unter den Gästen befand sich auch Josef Neumann, Mitglied des Landtages von Nordrhein-Westfalen, sowie weitere Vertreter aus Landes- und Kommunalpolitik.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand eine Studie von Dr. Marc Herbrand von der Bergischen Universität Wuppertal, die am 31. Januar 2026 präsentiert wurde. Sie untersuchte die wirtschaftliche Rolle unabhängiger Wohlfahrtsverbände im Bergischen Städtedreieck. Die Ergebnisse zeigten, dass ein großer Teil der Beschäftigten im Sozialsektor der Region bei Mitgliedern der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege angestellt ist. Seit Veröffentlichung der Studie liegen jedoch keine aktualisierten Daten zu den Beschäftigungstrends in diesen Einrichtungen vor.
Die Teilnehmer betonten die Notwendigkeit verlässlicher Landesförderung, um die Stabilität sozialer Dienstleistungen zu sichern. Der Paritätische Wohlfahrtsverband und seine Mitglieder bekräftigten ihr Engagement für Chancengleichheit, gesellschaftliche Teilhabe und hohe Qualitätsstandards in der Pflege. Der Empfang unterstrich, wie unabhängige Wohlfahrtsarbeit zu einer gerechten und solidarischen Gesellschaft beiträgt.
Die Veranstaltung machte deutlich, welche zentrale Rolle unabhängige Wohlfahrtsorganisationen für den Zusammenhalt in den Kommunen spielen. Die Forderung nach dauerhafter Landesfinanzierung stand im Mittelpunkt der Diskussionen. Ohne weitere Aktualisierungen bleiben die Studienergebnisse vorerst die aktuellste Bestandsaufnahme zur wirtschaftlichen Bedeutung des Sektors in der Region.
