Neues Wasserstoff-Joint-Venture in Duisburg startet mit klarer Dekarbonisierungsmission
Tom GießNeues Wasserstoff-Joint-Venture in Duisburg startet mit klarer Dekarbonisierungsmission
Vier große Energie- und Infrastrukturunternehmen haben sich zusammengeschlossen, um in Duisburg ein neues Wasserstoffunternehmen zu gründen. Die Duisburger Hafen AG, die Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft (DVV), RheinEnergie und Westenergie haben die hydrogenXpertise GmbH ins Leben gerufen. Das Joint Venture zielt darauf ab, Wasserstofflösungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu entwickeln und kleinen sowie mittelständischen Unternehmen bei der Dekarbonisierung zu helfen.
Das neue Unternehmen wird sich zunächst auf Fördermittelmanagement und Beratung konzentrieren. Zu den Dienstleistungen gehören Projektunterstützung, Marktanalysen, Schulungen und Workshops. Statt großer Leuchtturmprojekte setzt es auf ein kontinuierliches Portfolio-Wachstum, das sich an Marktbedürfnissen und Kundenanforderungen orientiert.
Susanne Fabry, Vorstandsmitglied bei RheinEnergie, betonte die Notwendigkeit von Innovation und Zusammenarbeit, um die Energiewende voranzutreiben. Jan Poppe, Technologievorstand und Vertriebsleiter der Westenergie Netzservice GmbH, hob die Rolle von Wasserstoff bei der Reduzierung industrieller CO₂-Emissionen hervor. Die vier Gründungsunternehmen halten jeweils gleiche Anteile, während Moritz Voormann (Westenergie) und Ulrich Daamen (DVV) als Geschäftsführer fungieren.
Der Duisburger Hafen ist bereits in verschiedenen Wasserstoffinitiativen aktiv und hatte kürzlich Pläne für neue Wasserstoff-Blockheizkraftwerke von Rolls-Royce angekündigt. Das neue Unternehmen wird zudem Geschäftsmodelle für die Mutterkonzerne und regionale Mittelständler erschließen – mit Fokus auf Konzeptentwicklung und Beratungsleistungen.
Die hydrogenXpertise GmbH startet mit einer klaren Mission: Sie will die Dekarbonisierung vorantreiben und die Nutzung von Wasserstoff ausbauen. Das Unternehmen bietet praktische Dienstleistungen an, um Betrieben den Umstieg auf saubere Energielösungen zu erleichtern. Den Anfang machen Fördermittelberatung und Management, bevor schrittweise die Marktentwicklung ausgeweitet wird.






