21 January 2026, 16:20

Neues Polizeiprojekt im Rhein-Kreis Neuss soll Reaktionszeiten in vier Kommunen beschleunigen

Ein weißes Dokument mit fetter, zentrierter schwarzer Schrift, die "Préfecture de Police" lautet, und einer kleinen Polizeiakademie-Illustration oben rechts.

Neues Polizeiprojekt im Rhein-Kreis Neuss soll Reaktionszeiten in vier Kommunen beschleunigen

Ein neues Polizeipilotprojekt verändert den Einsatz von Streifenwagen in vier Kommunen des Rhein-Kreises Neuss. Das Programm startete im November in Jüchen und wird bald auf Korschenbroich, Kaarst und Meerbusch ausgeweitet. Ziel ist es, die Reaktionszeiten zu verkürzen, ohne die Polizeipäsenz in den jeweiligen Gebieten zu verringern.

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Der Testlauf begann am 4. November 2025 in Jüchen, wo die Streifenwagen seitdem von Grevenbroich aus im Einsatz sind – statt wie bisher von den örtlichen Wachen. Trotz dieser Umstellung bleibt das Team der Bürgerpolizei vor Ort, und Anwohner können weiterhin rund um die Uhr über die Klingelanlagen Unterstützung anfordern, wie bisher auch.

Vom 1. März bis zum 31. Mai 2026 wird das Projekt auf Korschenbroich, Kaarst und Meerbusch ausgeweitet. In diesen Kommunen werden die Streifenwagen zentral von der Polizeistation in Kaarst aus operieren. Die örtlichen Dienstleistungen am Standort Holbeinstraße bleiben jedoch aktiv, sodass die Polizei weiterhin durchgehend erreichbar ist. Die 24/7-Besetzung in Meerbusch wird derzeit jedoch überprüft.

Die Änderungen zielen darauf ab, unnötige Fahrzeiten für die Beamten zu reduzieren. Durch effizientere Einsatzplanung erhofft sich die Polizei, schneller an Einsatzorten einzutreffen und gleichzeitig eine stärkere Präsenz auf den Straßen zu gewährleisten. Das Pilotprojekt soll nicht die Zahl der Polizeikräfte verringern, sondern deren Arbeitsweise optimieren.

Nach Abschluss der Testphase wird Landrätin Katharina Reinhold gemeinsam mit Polizeiexperten die Ergebnisse auswerten. Die Erkenntnisse sollen als Grundlage für künftige Verbesserungen der öffentlichen Sicherheit in der Region dienen.

Das Pilotprojekt läuft bis Ende Mai 2026 und umfasst die Kommunen Jüchen, Korschenbroich, Kaarst und Meerbusch. Die Leistung wird genau überwacht, um sicherzustellen, dass die Reaktionszeiten sinken und die Polizeipäsenz erhalten bleibt. Über mögliche langfristige Änderungen wird nach der Auswertung entschieden.