06 February 2026, 16:35

Neues Drogenhilfezentrum in Köln-Pantaleon spaltet Anwohner und Politik

Eine große Gruppe von Menschen steht an der Straße, einige halten Schilder, andere tragen Mützen und Taschen, mit einem Fahrrad im Vordergrund und Bäumen und einem Pfahl im Hintergrund, bei einer Black Lives Matter Demonstration in Berlin.

Neues Drogenhilfezentrum in Köln-Pantaleon spaltet Anwohner und Politik

Der Kölner Stadtrat hat ein neues Drogenhilfezentrum im Stadtteil Pantaleonsviertel genehmigt. Die Einrichtung, die am Perlengraben eröffnet werden soll, bietet überwachte Konsumräume für Suchtkranke sowie Hygienedienstleistungen und Notunterkünfte an. Die Entscheidung stößt jedoch auf Widerstand bei Anwohnern, die sich Sorgen um Sicherheit und Sauberkeit machen.

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Das Zentrum wird rund um die Uhr und ganzjährig unter strengen Auflagen der Stadtverwaltung betrieben. Sein Hauptziel ist es, Drogenkonsumenten von der Straße zu holen, indem es kontrollierte Konsumbereiche, Ruheräume und medizinische Betreuung anbietet. Der Sozialdezernent Harald Rau betonte, dass Experten empfehlen, solche Einrichtungen in der Nähe bekannter Drogenbrennpunkte anzusiedeln, um die Wirksamkeit zu maximieren.

Anwohner in der Nähe des Perlengrabens äußerten Bedenken und fragten, wie das Zentrum mit Suchtkranken umgehen und welche Auswirkungen es auf das Viertel haben werde. Bei Protesten wurde gefordert, klarere Pläne für Unterstützungsmaßnahmen und Sicherheit vorzulegen. Als Reaktion darauf kündigten die Behörden strengere Strafen für öffentlichen Drogenkonsum im Umfeld an.

Bis 2027 plant die Stadt zudem die Eröffnung zweier weiterer Zentren – eines in Ehrenfeld (Mauenheimer Straße) und ein weiteres in Lindenthal (Aachener Straße). Zusätzlich sollen im selben Jahr weitere Mittel für Suchtprävention bereitgestellt werden, um die Unterstützungsangebote in ganz Köln auszubauen.

Das neue Zentrum im Pantaleonsviertel wird unter genauer Beobachtung seinen Betrieb aufnehmen, wobei die Behörden einen Ausgleich zwischen öffentlicher Sicherheit und Schadensminimierung anstreben. Die geplanten zusätzlichen Standorte und Fördermittel in den kommenden Jahren werden die Angebote erweitern, doch bleiben die Sorgen der Anwohner eine zentrale Herausforderung für den Stadtrat.