27 March 2026, 00:13

Neuer Atommüll-Transport in Ahaus trifft auf massiven Widerstand

Große Gruppe von Menschen marschiert auf einer Straßendemonstration gegen Atomkraft in Deutschland, mit Schildern und Fahnen, mit Fahrzeugen und Gebäuden im Hintergrund.

Neuer Atommüll-Transport in Ahaus trifft auf massiven Widerstand

In den frühen Morgenstunden des Mittwochs traf eine neue Lieferung mit atomarem Abfall in Ahaus ein. Der Transport, Teil einer laufenden Serie aus Jülich, stieß auf Proteste entlang der 170 Kilometer langen Route. Organisatoren und Polizei verhandelten im Vorfeld über das Eintreffen des Konvois, um die Demonstranten zu koordinieren.

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Der Konvoi verließ das Forschungszentrum Jülich gegen 10 Uhr, begleitet von einem langen Tross. Tausende Protestierende hatten sich versammelt und errichteten Blockaden, die die erste Lieferung mehrfach verzögerten. Für die Sicherheit waren Strahlenschutzteams, Anti-Drohnen-Einheiten und Spezialkräfte im Einsatz.

Mit dieser jüngsten Ankunft wurde der 152. Castor-Behälter seit Beginn der aktuellen Transportserie am 24. März 2026 nach Ahaus gebracht. Das etwa zwei Kilometer vom Ort entfernte Zwischenlager nimmt seit fast 28 Jahren größere Lieferungen entgegen. Während der Fahrt wurden keine Zwischenfälle gemeldet.

Hanna Poddig, eine der Organisatorinnen der Mahnwache, hatte zuvor mit der Polizei verhandelt, um Protestierenden die Anreise mit dem Fahrrad zu ermöglichen. Sie forderte, alle Atomtransporte zu stoppen, bis eine dauerhafte Lagerlösung gefunden sei.

Trotz anhaltender Proteste verlief die Ankunft des Transports ohne Störungen. Die Behörden bestätigten, dass Sicherheitsvorkehrungen wie Strahlenüberwachung und Anti-Drohnen-Abwehr während der gesamten Fahrt aufrechterhalten wurden. Das Zwischenlager bleibt vorerst in Betrieb, während die Debatten über langfristige Lösungen für die Endlagerung anhalten.

Quelle