Neue EU-Regel: Warum Banken plötzlich Empfängernamen bei Überweisungen prüfen
Patrik WesackNeue EU-Regel: Warum Banken plötzlich Empfängernamen bei Überweisungen prüfen
Verwirrung im Bankwesen
Seit zwei Monaten prüfen Banken vor Überweisungen den Namen des Empfängers – was die Sicherheit erhöhen soll, sorgt auch für Probleme.
Banken in der gesamten EU haben damit begonnen, vor der Abwicklung von Überweisungen die Namen der Empfänger zu überprüfen. Die neue Maßnahme, die im Rahmen der PSD3/PSR-Richtlinie eingeführt wurde, soll Betrug bekämpfen, indem sichergestellt wird, dass Zahlungen auf dem vorgesehenen Konto ankommen. Die Umsetzung ist bis zum 9. Oktober 2025 verpflichtend, eine weitere Ausweitung ist bis 2027 geplant.
Seit zwei Monaten gleichen Finanzinstitute bei Euro-Überweisungen die Namen mit den IBANs ab. Das System gibt dabei vier mögliche Ergebnisse aus: eine exakte Übereinstimmung, einen ähnlichen, aber nicht identischen Namen, keine Übereinstimmung oder ein nicht überprüfbares Ergebnis. Die Banken bewerten diese Warnungen jedoch unterschiedlich, was zu uneinheitlichen Reaktionen führt.
Das neue Prüfverfahren erhöht zwar die Sicherheit, bringt aber auch mögliche Verzögerungen und Verwirrung mit sich. Kunden müssen bei Warnmeldungen besonders aufmerksam sein und die Angaben eigenständig überprüfen. Die vollständige Einführung des Systems in der gesamten EU soll bis Mitte 2027 abgeschlossen sein.
