Neller-Viertel wird autofreies Wohnparadies mit historischem Charme
Die Pläne für das Neller-Viertel haben nach einer entscheidenden Weichenstellung durch den örtlichen Ausschuss konkrete Formen angenommen. Das Gelände, auf dem einst ein Bahnhof stand, soll nun grundlegend umgestaltet werden. Die Entwickler wollen ein autofreies Quartier mit einer Mischung aus Wohnraum und Grünflächen schaffen.
Der Ausschuss gab grünes Licht für die Einleitung des Bebauungsplanverfahrens für die verbleibenden 18.000 Quadratmeter des Areals. Die meisten Altbauten sind bereits abgerissen, und Probleme mit Altlasten wurden beseitigt. Ein Teil des Geländes wird derzeit von einer Kita genutzt, die Sanders vor Jahren erworben hatte.
Das neue Viertel soll 150 bis 180 Wohneinheiten umfassen, darunter Apartments für junge Leute, geförderter Wohnraum und barrierearme Servicewohnungen für Senioren. Reihenhäuser und mehrgeschossige Wohnblocks werden ausschließlich zur Miete angeboten. Das Design setzt auf eine parkähnliche Gestaltung mit einem zentralen Gemeinschaftsbereich – eine Hommage an die bahnhöfliche Vergangenheit des Standorts. Eine unterirdische Parkebene soll das autofreie Konzept unterstützen. Bevor die Bauarbeiten beginnen, zieht das Westkreis-Nachbarschaftszentrum Anfang 2026 um, um eine vollständige Neugestaltung des Gebiets zu ermöglichen. Drei Entwurfsvarianten betonen durchgehend Grünflächen und historische Bezüge.
Das Neller-Viertel tritt nun in die Bebauungsplanphase ein und ebnet den Weg für den Baubeginn. Nach Fertigstellung wird es ein breites Wohnangebot in einer fußgängerfreundlichen Umgebung bieten. Das Projekt markiert einen tiefgreifenden Wandel für das ehemalige Bahnhofsareal.
