01 January 2026, 22:09

Mönchengladbachs Viertklässler schwimmen besser – dank gezielter Förderprogramme

Zwei Kinder schwimmen in einem mit Wasser gefüllten Pool.

Mönchengladbachs Viertklässler schwimmen besser – dank gezielter Förderprogramme

Schwimmfähigkeiten von Viertklässlern in Mönchengladbach leicht rückläufig – doch Initiativen zeigen Wirkung

Die Schwimmkompetenz bei Viertklässlern in Mönchengladbach hat einen leichten Rückgang verzeichnet: 17,94 Prozent der Kinder können nicht schwimmen – ein Anstieg um einen Prozentpunkt im Vergleich zum Vorjahr. Dennoch zeigen aktuelle Maßnahmen erste Erfolge bei der Verbesserung der Fähigkeiten im Wasser. Schulen und lokale Behörden drängen nun auf eine Ausweitung der Förderprogramme, nachdem messbare Fortschritte erzielt wurden.

Seit März 2023 läuft eine stadtweite Offensive zur Stärkung der Schwimmfähigkeiten. Das Projekt „Schwimmhilfe im Grundschul-Schwimmunterricht“ unterstützt derzeit 25 Schulen mit 18 ausgebildeten Schwimmassistenten. Ohne diese Hilfe, so berichten Lehrkräfte, lägen die Schwimmquoten deutlich niedriger.

Die Daten belegen einen klaren Zusammenhang zwischen Unterrichtszeit und Erfolg: Schulen, die pro Einheit mehr als 35 Minuten Poolzeit anbieten, verzeichnen eine Nichtschwimmerquote von nur 13,99 Prozent. Gleichzeitig haben fast 40 Prozent der Viertklässler das Anfängerabzeichen „Seepferdchen“ erworben, während 34,5 Prozent das Bronzeabzeichen oder höher besitzen – und damit als sichere Schwimmer gelten. Nicht alle Schulen konnten jedoch teilnehmen: An zwei Standorten fielen die Kurse wegen Personalmangels komplett aus. Dennoch haben Aktionen wie die „Schwimmwoche für Schulen“ Wirkung gezeigt. Die Heyden-Grundschule lobte das Programm in einem Dankesbrief, den Christiane Schüssler, die Beigeordnete der Stadt, veröffentlichte. Aufgrund der positiven Bilanz gibt es nun Forderungen, die Förderung über das Schuljahr 2025/26 hinaus zu verlängern. An weiterführenden Schulen liegt der Anteil sicherer Schwimmer – also jener mit mindestens dem Bronzeabzeichen – bei fast 41 Prozent, was auf langfristige Effekte früher Förderung hindeutet.

Die aktuellen Zahlen spiegeln sowohl Herausforderungen als auch Fortschritte im Schwimmunterricht wider. Durch gezielte Unterstützung konnten Schulen die Nichtschwimmerquoten dort senken, wo die Poolzeit ausgeweitet wurde. Nun steht die Stadt vor der Aufgabe, die Finanzierung zu sichern, um diese Erfolge in den kommenden Jahren zu festigen und auszubauen.

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