09 February 2026, 22:17

Mönchengladbachs Militärflächen werden neu aufgeteilt – Bundeswehr, Abschiebezentrum und E-Bus-Depot geplant

Eine belebte Stadtstraße mit Fahrzeugen, Fußgängern, hohen Gebäuden und einer Baustelle mit einem großen Kran an der 141 Bay Street.

Mönchengladbachs Militärflächen werden neu aufgeteilt – Bundeswehr, Abschiebezentrum und E-Bus-Depot geplant

Mönchengladbachs ehemalige Militärstandorte stehen vor tiefgreifenden Veränderungen, nachdem Bund und Land eine Einigung erzielt haben. Das ehemalige Joint Headquarters (JHQ) wird zu einer neuen Bundeswehr-Liegenschaft, während in der alten Niederrheinkaserne ein Abschiebezentrum und ein Depot für Elektrobusse entstehen sollen. Die Pläne stoßen bei lokalen Verantwortungsträgern auf sowohl Zustimmung als auch Kritik.

Bund und Länder bestätigten, dass das JHQ-Gelände künftig ausschließlich der Bundeswehr zur Verfügung steht. Damit ist eine kommerzielle Nachnutzung ausgeschlossen – was Befürchtungen über entgangene Wirtschaftschancen weckt. Bürgermeister Felix Heinrichs begrüßte zwar die militärische Erweiterung, betonte aber, dass Gespräche nötig seien, um die städtischen Wachstumspläne nicht aus dem Gleichgewicht zu bringen.

Auf dem Gelände der Niederrheinkaserne entsteht ein Unterbringungszentrum mit 140 Plätzen für Menschen, die abgeschoben werden sollen. Integrationsministerin Josefine Paul verteidigte den Schritt und erklärte, dieser schaffe dringend benötigte Kapazitäten für Rückführungen. Der verbleibende Teil des Areals wird an den lokalen Versorger NEW verkauft, der dort ein nachhaltiges Busdepot errichten will. Das Projekt soll rund 200 langfristige Arbeitsplätze schaffen und die Elektrifizierung der Busflotten in Mönchengladbach und Viersen vorantreiben.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Heinrichs bezeichnete die Vereinbarung als Meilenstein für die grüne und wirtschaftliche Wende der Stadt. Die SPD-Ratsfraktion kritisierte jedoch das Vorgehen des Landes und warnte vor negativen Folgen für die Entwicklung Mönchengladbachs. Finanzminister Dr. Marcus Optendrenk sprach von einem fairen Kompromiss, während der CDU-Bundestagsabgeordnete Jochen Klenner zusagte, sich gegebenenfalls für zusätzliche Gewerbeflächen an anderen Standorten in der Stadt einzusetzen.

Die Pläne werden zwei zentrale Standorte in Mönchengladbach neu prägen: Das JHQ wird vollständig der Bundeswehr zugeordnet, die Niederrheinkaserne aufgeteilt in ein Abschiebezentrum und einen Elektrobus-Stützpunkt. Nun stehen Verhandlungen an, um weitere Flächen für die wirtschaftliche Entwicklung zu sichern. Die Projekte bringen zwar neue Arbeitsplätze und Infrastruktur – doch einige lokale Politiker bleiben skeptisch angesichts der wirtschaftlichen Abwägungen.