06 February 2026, 04:16

Mönchengladbach baut Ganztagsbetreuung für Grundschüler bis 2027 massiv aus

Ein Schwarz-Weiß-Foto einer Gruppe von Kindern, die vor einem Gebäude mit einer Tür und Säulen stehen, mit dem Text "Erste Klasse" unten.

Mönchengladbach baut Ganztagsbetreuung für Grundschüler bis 2027 massiv aus

Mönchengladbach plant Ausbau der Ganztagsbetreuung für Grundschüler bis zum Schuljahr 2026/27

Mönchengladbach hat Pläne vorgestellt, die Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder bis zum Schuljahr 2026/27 deutlich auszubauen. Die Stadt strebt an, 2.175 Plätze bereitzustellen – das entspricht 75 Prozent der Erstklässler – im Rahmen ihrer Initiative für die "Offene Ganztagsschule" (OGS). Die Verantwortlichen präsentierten den Vorschlag diese Woche dem Jugendhilfeausschuss; die endgültige Entscheidung steht Anfang März an.

Durch die Erweiterung entstehen 1.310 neue Ganztagsplätze, wobei jeder Platz die Stadt über 1.000 Euro pro Monat kostet. Dadurch steigen die jährlichen Mehrausgaben auf mehr als eine Million Euro. Mönchengladbach kritisiert, dass das Land Nordrhein-Westfalen die Kommunen mit den meisten Kosten alleinlasse und kaum finanzielle Unterstützung gewähre.

Um den Ausbau zu bewältigen, wird die Annaschule – die letzte Grundschule der Stadt, die auf den Ganztagsbetrieb umstellt – umgebaut. Die Maßnahmen umfassen die Erweiterung der Küchen- und Speiseräume sowie die Schaffung von Multifunktionsräumen. Die Stadt versichert Eltern, dass kein Kind, das derzeit am OGS-Programm teilnimmt, durch die Umstellungen seinen Platz verlieren werde.

Mönchengladbach gehört zu den ersten Städten in Nordrhein-Westfalen, die eine durchgehende Ganztagsbetreuung für die Klassen eins bis vier einführen. Dennoch gibt es im gesamten Bundesland Herausforderungen: 62 Prozent der Schulleitungen rechnen mit Verzögerungen bei der Einhaltung des Stichtags 2026/27. Probleme wie Finanzierungslücken, Personalmangel und unklare rechtliche Zuständigkeiten haben neun Städte – darunter Düsseldorf und Köln – dazu veranlasst, gegen die Landesregierung rechtliche Schritte einzuleiten.

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Der Stadtrat wird am 4. März über die Pläne abstimmen. Bei einer Zustimmung würde die Ganztagsbetreuung deutlich ausgebaut – doch die finanziellen Belastungen bleiben ein zentrales Problem. Mönchengladbachs Vorgehen hebt sich damit in einer Region ab, in der viele Kommunen noch darum kämpfen, die neuen Vorgaben umzusetzen.