17 February 2026, 10:29

Möbelbranche in Deutschland kämpft um Überleben – Umsätze auf 16-Jahres-Tief

Ein Haufen abgenutzter, auseinandergenommener Holzmöbel liegt vor einem Gebäude mit einer Wand und einem Fenster im Hintergrund.

Kein guter Polster - anhaltender Einbruch in der Möbelbranche - Möbelbranche in Deutschland kämpft um Überleben – Umsätze auf 16-Jahres-Tief

Deutschlands Möbelindustrie steckt im dritten Jahr in Folge in der Krise: Die Umsätze sinken weiter.

2025 brach der Umsatz um 3,4 Prozent ein und lag bei knapp unter 15,8 Milliarden Euro – der niedrigste Stand seit 2009. Die Branche kämpft mit nachlassender Nachfrage und wachsendem Druck durch günstige Importe aus Asien.

Während der COVID-19-Pandemie hatte die Möbelbranche noch einen Boom erlebt, doch dieser Nachfrage-Schub ist längst verflogen. Viele Haushalte haben ihre Wohnungen bereits modernisiert und sehen keinen Bedarf für Neukäufe. Gleichzeitig stockt der Wohnungsbau, was bedeutet, dass weniger Menschen umziehen oder neue Immobilien einrichten.

Der deutsche Markt, der zwei Drittel des Branchenumsatzes ausmacht, zeigt keine Anzeichen einer Erholung. Billige asiatische Importe überschwemmen den Markt und machen es heimischen Herstellern zunehmend schwer, zu konkurrieren. Die Folge: Mehrere Unternehmen sind bereits pleitegegangen, Läden mussten schließen, und Arbeitsplätze gingen verloren.

Während der Küchensegment noch vergleichsweise stabil bleibt, sind die Umsätze bei Polstermöbeln und Wohnzimmer-Einrichtungen stark eingebrochen. Verbraucher:innen, verunsichert durch die wirtschaftliche Lage, sparen bei größeren Anschaffungen. Um die Krise zu bewältigen, plant jedes dritte Unternehmen, Anfang 2026 Kurzarbeit einzuführen.

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Trotz der schwierigen Lage ist die Stimmung etwas weniger düster als noch vor einem Jahr. Die Branche erwartet, dass sich der Markt bis zur zweiten Jahreshälfte 2026 stabilisieren wird.

Der Niedergang der Möbelindustrie spiegelt die allgemeinen wirtschaftlichen Probleme wider – von zurückhaltenden Konsumausgaben bis hin zur schwachen Bautätigkeit. Mit Umsätzen auf einem 16-Jahres-Tief bereiten sich die Unternehmen auf weitere harte Monate vor. Kurzarbeit und Sparmaßnahmen werden voraussichtlich die wichtigsten Strategien bleiben, bis die Nachfrage wieder anzieht.