18 April 2026, 08:10

Mirjam Kottmann bricht als erste Rollstuhlfahrerin im deutschen Fernsehen Barrieren

Ein Mann im Rollstuhl spricht mit Reportern, die Kameras, Mikrofone und Handys halten, vor einem Banner, Lichtern und einer Wand.

Mirjam Kottmann bricht als erste Rollstuhlfahrerin im deutschen Fernsehen Barrieren

Mirjam Kottmann hat Geschichte geschrieben: Als erste Nachrichtensprecherin im Rollstuhl ist sie in Deutschland eine Pionierin. Die erfahrene Journalistin startete am 12. Februar beim Bayerischen Rundfunk (BR) und präsentiert seitdem die Hauptausgaben der Nachrichtensendungen um 16:00 Uhr und 18:30 Uhr. Ihre Berufung markiert einen bedeutenden Schritt für Medienvielfalt im Land.

Kottmanns Karriere beim BR begann bereits 1997, wo sie zunächst für die Rundschau arbeitete. Im Laufe der Jahre war sie als Reporterin für die ARD-Studios in Rom und Wien tätig. Zudem moderierte sie die Radiosendung Leben mit Behinderung und erwarb sich durch ihre Professionalität und sympathische Art einen exzellenten Ruf.

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Anfangs zögerte sie, ihre Behinderung im Fernsehen sichtbar zu machen. Doch nach einem erfolgreichen Vorsprechen und einer Probezeit im Herbst 2023 nahm sie die Chance an. Kollegen und Zuschauer lobten schnell ihre angenehme Stimme, ihre Fachkompetenz und ihr gewinnendes Auftreten.

Kottmann lebt mit Multipler Sklerose und ist auf einen Rollstuhl angewiesen. Mit ihrer neuen Rolle wird sie zu einem starken Vorbild für Menschen mit körperlichen Behinderungen. Neben ihrer Moderation setzt sie sich weiterhin für mehr Inklusion in den Medien ein.

Ihr Debüt als erste Rollstuhlfahrerin bei BR24 hat bundesweit Aufmerksamkeit erregt. Ihre Erfahrung und ihr Engagement unterstreichen die Bedeutung von Repräsentation im Rundfunk. Der Schritt setzt zudem Maßstäbe für künftige Personalentscheidungen im deutschen Fernsehen.

Quelle