Mike Amiris Paris-Debüt: Filminspirierte Mode zwischen L.A.-Charme und Familienemotionen
Patrik WesackMike Amiris Paris-Debüt: Filminspirierte Mode zwischen L.A.-Charme und Familienemotionen
Der Modedesigner Mike Amiri präsentierte in Paris seine neueste Kollektion – inspiriert von der Filmwelt und seinen persönlichen Wurzeln. Die Show markierte einen mutigen Stilwandel, der düstere Themen erkundet, ohne dabei seine Wurzeln in Los Angeles zu verleugnen. Seine Eltern, iranische Einwanderer, besuchten erstmals die Pariser Fashion Week, um seine Arbeit live mitzuerleben.
Die Kollektion eröffnete mit einem schlichten, schiefergrauen Anzug – eine Hommage an den Film American Gigolo. Amiri verzichtete auf seine sonst typischen drapierten Jacken und setzte stattdessen auf klare Schulterlinien und hochtaillierte, gebügelte Hosen. Neonfarben und schillernde Stoffe dominierten das Bild und erinnerten an das Stilideal von Ryan Goslings Figur in Drive.
In dieser Saison stellte er zudem seine erste Schmuckkollektion vor. Bekannt für seinen spielerischen Ansatz, lässt Amiri oft einen Knopf offen – als verführerisches Detail. Scherzhaft erwähnte er, die feuchte Pariser Luft nutze er, um den Entwürfen eine subtile Sinnlichkeit zu verleihen. Sein Vater, eine prägende Figur für seine Arbeit, war sichtbar gerührt – schließlich hatte er die Kreationen seines Sohnes noch nie auf dem Laufsteg gesehen.
Die Show verband filmische Referenzen mit Amiris markantem L.A.-Charme. Die Anwesenheit seiner Eltern verlieh der Veranstaltung eine persönliche Note. Die Kollektion deutet eine neue Richtung an: präzise, mutig – sowohl im Schnitt als auch in der Erzählweise.
