Metallpresswerk in Krefeld streicht 69 Stellen – Suche nach Investor läuft
Nelly GirschnerMetallpresswerk in Krefeld streicht 69 Stellen – Suche nach Investor läuft
Metallpresswerk Krefeld: Werk für geformte Metallteile im Autobereich kündigt massive Stellenstreichungen an
Das Krefelder Metallpresswerk, das sich auf die Herstellung geformter Metallteile für Fahrzeuge spezialisiert hat, steht vor erheblichen Entlassungen. Drei Monate nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens aufgrund eines drastischen Auftragseinbruchs sollen nun 69 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihren Job verlieren, während das Unternehmen nach einem neuen Investor sucht.
Die Insolvenz war Ende 2025 beantragt worden, nachdem die nachlassende Nachfrage das Werk in finanzielle Schwierigkeiten gestürzt hatte. Der bestellte Insolvenzverwalter, Dr. Christian Jäkel, wird am 20. Januar 2026 offiziell mit der Suche nach einem Käufer beginnen. Trotz der Entlassungen soll der Betrieb in dieser Phase aufrechterhalten werden.
Nach deutschem Insolvenzrecht sind die Kündigungsfristen auf maximal drei Monate begrenzt. Von den Stellenstreichungen betroffen sind sowohl ältere als auch jüngere Beschäftigte. Der Betriebsrat und die Gewerkschaft IG Metall arbeiten eng mit der Bundesagentur für Arbeit zusammen, um die Sozialpläne für die freigesetzten Mitarbeiter zu gestalten. Man bemüht sich um eine faire Lösung für die Betroffenen. Jäkel zeigt sich optimistisch in Bezug auf die Zukunft des Standorts und betont, dass das Werk in Krefeld für den richtigen Investor weiterhin Potenzial biete.
Während der Verhandlungen mit möglichen Käufern wird die Produktion vorerst fortgeführt. In den kommenden Monaten werden insgesamt 69 Beschäftigte das Unternehmen verlassen. Ziel des Insolvenzverfahrens ist es, den Standort langfristig unter neuer Führung zu sichern.
