Düsseldorfer Messe stärkt ihr arabisches Geschäft - Messe Düsseldorf meldet Umsatzanstieg nach schwierigem Jahr 2025
Die Messe Düsseldorf GmbH, einer der größten Messeveranstalter Deutschlands, hat in den vergangenen Jahren finanzielle Höhen und Tiefen durchlebt. Nach einem deutlichen Umsatzrückgang im Jahr 2025 rechnet das Unternehmen nun erstmals seit 2024 wieder mit einem Anstieg – auf voraussichtlich knapp 420 Millionen Euro. Geschäftsführer Marius Berlemann steuert die strategische Ausrichtung des Unternehmens, das sich in neue Märkte und Branchen ausdehnt.
2023 organisierte die Messe Düsseldorf 81 Fachmessen, davon 26 am Standort Düsseldorf selbst. Ein besonderer Fokus der Internationalisierung lag auf der Arabischen Halbinsel, wo sechs neue Formate – darunter Veranstaltungen zu Verpackungen und Konsumgütern – in Riad und Dubai an den Start gingen.
Die alle drei Jahre stattfindende Verpackungsmesse Interpack entwickelte sich 2024 zu einem wichtigen Wachstumstreiber. Die im März 2024 erstmals veranstaltete Robotikmesse Xponential markierte zudem den Einstieg des Unternehmens in den Rüstungssektor, mit einem starken Fokus auf Drohnen. Pläne, die Xponential zu einer reinen Rüstungsmesse auszubauen, scheiterten jedoch am fehlenden Rückhalt des deutschen Verteidigungsministeriums.
Finanziell gestaltete sich das Jahr 2025 schwierig: Der Umsatz sank auf 342 Millionen Euro, der Gewinn auf 29 Millionen Euro – auch bedingt durch einen einmaligen Aufwand im Zusammenhang mit einer Übernahme. 2024 brachte dann die Wende: Der Umsatz soll auf knapp 420 Millionen Euro steigen, der Gewinn auf rund 40 Millionen Euro. Trotz dieser Erholung zeichnet sich für 2027 jedoch ein schwächeres Jahr ab, da mehrere große zyklische Veranstaltungen ausfallen. Düsseldorf bleibt mit seiner Ausstellungsfläche der viertgrößte Messestandort Deutschlands – hinter Hannover, Frankfurt und Köln. Gleichzeitig wächst die internationale Präsenz des Unternehmens weiter, auch wenn es sich an veränderte Marktbedürfnisse anpassen muss.
Die Erholung 2024 ist auf eine stärkere Performance der Veranstaltungen und die strategische Expansion zurückzuführen. Mit neuen Messen auf der Arabischen Halbinsel und einem vorsichtigen Einstieg in den Rüstungsbereich passt sich die Messe Düsseldorf an die sich wandelnden Branchentrends an. Doch der Ausfall großer Leitmessen 2027 wird die Widerstandsfähigkeit des Unternehmens erneut auf die Probe stellen.
