Mercedes W17 mit verstecktem Potenzial – und warum Verstappen zum Nürburgring zurückkehrt
Tom GießMercedes W17 mit verstecktem Potenzial – und warum Verstappen zum Nürburgring zurückkehrt
Änderungen im Motorsport-Kalender und neue Einblicke in die kommende Formel-1-Saison dominieren diese Woche die Schlagzeilen. Die zweite Runde der Nürburgring-Langstrecken-Serie (NLS) wurde verschoben, um eine Überschneidung mit dem Großen Preis von Japan zu vermeiden. Unterdessen gibt es weiterhin Fragen zum neuen Mercedes W17, wobei der ehemalige Fahrer Juan Pablo Montoya andeutet, dass das Auto noch ungenutztes Potenzial aus den jüngsten Tests in Barcelona birgt.
Die Nürburgring-Langstrecken-Serie (NLS) hat ihren Kalender für die Saison 2026 angepasst. Die Veranstalter verlegten die zweite Runde um eine Woche nach vorne, sodass sie nicht mehr mit dem Großen Preis von Japan kollidiert. Diese Änderung soll logistische Konflikte für Teams und Fahrer vermeiden, die an beiden Rennen teilnehmen.
In der Formel 1 hat die Saison 2026 noch nicht begonnen – offizielle Rennen oder Qualifyings fanden seit den Tests in Barcelona Ende Januar nicht statt. Dort zog der Mercedes W17 besondere Aufmerksamkeit auf sich, vor allem wegen seines Antriebsstrangs, der möglicherweise eine Regelungslücke beim Verdichtungsverhältnis ausnutzt. Berichten zufolge könnte der Motor dynamisch bis zu 18:1 erreichen – über dem statischen Grenzwert von 16:1 – und damit eine zusätzliche Leistung von 10 bis 15 PS liefern. Ob dieser Vorteil im Rennbetrieb tatsächlich greift, bleibt jedoch unbewiesen.
Juan Pablo Montoya, der den W17 während der Tests fuhr, behauptete, das Auto liege noch "Sekunden" von seiner vollen Performance entfernt. Seine Aussagen deuten auf noch offene Entwicklungsbereiche hin, bevor die Saison startet.
Abseits der Strecke enthüllte der amtierende Weltmeister Max Verstappen langfristige Pläne, beim 24-Stunden-Rennen am Nürburgring anzutreten. Sein ehemaliger Instruktor Andreas Gülden äußerte die Hoffnung, Verstappen werde an den ikonischen deutschen Kurs zurückkehren, wo er bereits in Nachwuchsklassen gefahren ist.
Die Verschiebung im NLS-Kalender beseitigt eine wichtige Terminüberschneidung und entlastet Teams mit Doppelbelastung. Bei Mercedes wird sich das wahre Tempo des W17 erst im Rennbetrieb zeigen – trotz früher Spekulationen über den Motor. Verstappen Interesse am Langstreckenrennsport fügt seiner Karriere jenseits der Formel 1 eine weitere Facette hinzu.
