28 December 2025, 22:20

Lufthansa zwischen Triebwerksproblemen, Aktienhoch und Eurowings-Urteil

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Lufthansa zwischen Triebwerksproblemen, Aktienhoch und Eurowings-Urteil

Die Lufthansa steht vor einer Mischung aus Herausforderungen und Chancen, während sie sich mit Triebwerksengpässen, juristischen Rückschlägen und steigenden Aktienkursen auseinandersetzt. Gleichzeitig prüft die Fluggesellschaft neue Lieferantenoptionen, um ihre Abhängigkeit von Airbus und Boeing zu verringern. Zwar hat sich die Aktie in diesem Jahr deutlich erholt, doch bleiben Analysten vorsichtig.

Ein deutsches Gericht hat kürzlich gegen die Lufthansa-Tochter Eurowings wegen irreführender CO₂-Werbung entschieden. Das Oberlandesgericht Düsseldorf urteilte, dass die Behauptung der Airline, Flüge für einen Aufpreis von 9 Euro "klimaneutral" zu machen, täuschend sei. Die Klage war von der Deutschen Umwelthilfe (DUH) eingereicht worden und führte zu einem Verbot solcher Marketingaussagen.

Die Triebwerksprobleme belasten die Lufthansa weiterhin: Im Schnitt müssen täglich 20 Maschinen am Boden bleiben, da es zu Schwierigkeiten mit Pratt-&-Whitney-Triebwerken kommt. Konzernchef Carsten Spohr warnte, dass sich diese Probleme bis zum Ende des Jahrzehnts hinziehen könnten und die Verfügbarkeit der Flotte beeinträchtigen. Trotz der betrieblichen Hindernisse ist der Lufthansa-Aktienkurs seit Januar um 33,39 Prozent gestiegen und nähert sich seinem Jahreshoch. Aktuell notiert die Aktie bei 8,21 Euro, knapp unter dem 52-Wochen-Höchststand von 8,33 Euro. Analysten der Investmentbank JPMorgan stufen die Aktie jedoch weiterhin mit "Neutral" ein und setzen das Kursziel auf 7,50 Euro.

Um die Lieferketten zu diversifizieren, zieht die Lufthansa den brasilianischen Hersteller Embraer als möglichen dritten Zulieferer in Betracht. Damit soll die Abhängigkeit von Airbus und Boeing verringert werden. Zudem wird die Airline ab dem 1. Januar 2026 die Distribution Cost Charge (DCC) für globale Buchungssysteme um 0,50 Euro pro Reservierung erhöhen.

Das Urteil gegen Eurowings setzt die Nachhaltigkeitsbemühungen der Lufthansa unter Druck, während die Triebwerksengpässe ein langfristiges Problem bleiben. Mit einer Aktie nahe dem Jahreshoch und einem potenziellen neuen Partner in Embraer balanciert das Unternehmen zwischen Wachstum und operativen Einschränkungen. Die geplante Erhöhung der DCC wird zudem die Buchungskosten für Kunden beeinflussen.

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