18 December 2025, 10:23

Laumann diskutiert höheres Rentenalter für bestimmte Berufsgruppen im öffentlichen Dienst

Friedhofe mit Baumen auf der linken Seite.

Laumann diskutiert höheres Rentenalter für bestimmte Berufsgruppen im öffentlichen Dienst

NRW-Arbeitsminister Laumann offen für höhere Rentenalter bei bestimmten Berufsgruppen

Teaser: NRW-Arbeitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) kann sich vorstellen, dass bestimmte Berufsgruppen länger arbeiten müssen, bevor sie in Rente gehen.

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17. Dezember 2025, 13:46 Uhr

Bundesarbeitsminister Karl-Josef Laumann hat zu einer politischen Einigung über das Rentenalter und die Höhe der Altersbezüge aufgerufen. Er warnte, dass die steigende Lebenserwartung das bestehende System an seine Grenzen bringen könnte. Seine Äußerungen fielen zusammen mit der Verabschiedung eines vorübergehenden Rentenpakets durch die Regierung.

Laumann äußerte zudem Bedenken hinsichtlich der wachsenden Kluft zwischen den Pensionen von Beamten und den Renten von Beschäftigten im öffentlichen Dienst. Die aktuelle Ungleichheit bezeichnete er als auf Dauer nicht tragbar.

Die Bundesregierung hatte kürzlich ein vorläufiges Rentengesetz beschlossen, das das gesetzliche Rentenniveau bei 48 Prozent festsetzt und eine Kommission zur Planung künftiger Reformen einsetzt. Laumann betonte die Notwendigkeit eines breiten Konsenses und rief auch die Grünen zur Zusammenarbeit auf.

Er regte an, dass bestimmte Berufsgruppen möglicherweise länger arbeiten müssten, bevor sie in den Ruhestand gehen. Grundsätzlich sei er der Idee gegenüber aufgeschlossen, räumte jedoch ein, dass nicht alle Tätigkeiten für ein höheres Rentenalter geeignet seien. Als Beispiele nannte er Dachdecker und Pflegekräfte in der Altenhilfe, bei denen eine Verlängerung der Arbeitsjahre kaum praktikabel sei.

Seine Amtskollegin, Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas (SPD), schlug vor, das Rentenalter an die Beitragsjahre zu koppeln. Laumann hingegen gab zu, dass bisher keine konkreten Berufsgruppen für ein späteres Renteneintrittsalter festgelegt wurden. Der Fokus liege derzeit auf den Reformen der Pflegeversicherung und den bestehenden Rentenregelungen – nicht auf neuen berufsspezifischen Vorgaben.

Das Rentenpaket der Regierung sieht ein Rentenniveau von 48 Prozent vor und setzt eine Reformkommission ein. Laumanns Aussagen deuten auf mögliche Änderungen hin, doch konkrete Pläne für berufsabhängige Rentenalter gibt es noch nicht. Die Debatte über nachhaltige Altersvorsorge und faire Arbeitsbedingungen wird voraussichtlich weitergehen.