Langenfeld deckt bei Razzia illegale E-Zigaretten und Snus auf – Betreiber drohen harte Strafen
Tom GießLangenfeld deckt bei Razzia illegale E-Zigaretten und Snus auf – Betreiber drohen harte Strafen
Behörden in Langenfeld führen überraschende Kontrollen durch – zahlreiche Verstöße aufgedeckt
Die Stadt Langenfeld hat in einer Reihe unangekündigter Kontrollen bei lokalen Betrieben multiple Verstöße gegen geltende Vorschriften festgestellt. Überprüft wurden eine Gaststätte, zwei Kioske sowie ein automatisierter 24/7-Verkaufsstand – in jedem der kontrollierten Objekte wurden Regelverstöße entdeckt. Zu den festgestellten Problemen zählten illegale Waren, Lizenzmängel und mögliche aufenthaltsrechtliche Bedenken.
An der gemeinsamen Aktion waren Polizei, städtische Vertreter und Ausländerbehörde beteiligt. In einer der Gaststätten stellten die Prüfer fest, dass der Betrieb ohne gültige Alkohollizenz erfolgte. Eine auf dem Gelände anwesende Person, deren Aufenthaltsstatus nicht sofort geklärt werden konnte, wurde zur weiteren Identitätsfeststellung mitgenommen.
Bei den Durchsuchungen beschlagnahmten die Beamten 102 Einheiten verbotener E-Zigaretten sowie 75 Packungen Snus, ein rauchloses Tabakprodukt, das zwischen Lippe und Zahnfleisch platziert wird. Der Straßenverkaufswert der sichergestellten Ware beläuft sich auf insgesamt 2.790 Euro. Snus ist zwar in Deutschland verboten, erfreut sich aber insbesondere bei Jugendlichen großer Beliebtheit und birgt ein hohes Suchtrisiko.
Bürgermeister Gerold Wenzens treibt im Rahmen einer neuen Sicherheitsinitiative strengere Kontrollen voran. Der Plan sieht regelmäßige Überprüfungen in Gastronomie und Einzelhandel vor, um die Einhaltung von Jugendschutzbestimmungen, Nichtrauchervorschriften und Glücksspielregularien zu gewährleisten. Oliver Konsierke, seit Mai 2025 Leiter des Ordnungsamts, bestätigte, dass die Behörden auch künftig konsequent durchgreifen werden.
Den betroffenen Betrieben drohen nun Konsequenzen: Neben Geldstrafen sind Eintragungen ins Gewerberegister, mögliche Berufsverbote für verantwortliche Mitarbeiter sowie weitere verwaltungsrechtliche Maßnahmen vorgesehen.
Die Aktion unterstreicht die anhaltenden Bemühungen der Stadt, lokale Handels- und Sicherheitsvorschriften durchzusetzen. Wer gegen die Regeln verstößt, muss mit weiteren Konsequenzen rechnen – die Behörden kündigten an, die Kontrollen fortzuführen. Ob es in den vergangenen zwölf Monaten im weiteren Kreis Mettmann ähnliche Großkontrollen gab, ist nicht öffentlich bekannt.
