Kubistisches Oktoberfest-Plakat 2024 polarisiert mit moderner Kunst und Tradition
Tom GießOktoberfest-Plakat 2026: Wiesn-Embleme in einem farbenfrohen Spektakel - Kubistisches Oktoberfest-Plakat 2024 polarisiert mit moderner Kunst und Tradition
Das Plakat für das diesjährige Münchner Oktoberfest 2024 wurde präsentiert – mit einem mutigen, kubistisch-expressionistischen Design. Das siegreiche Kunstwerk, das sich unter fast 130 Einsendungen durchsetzte, verbindet ikonische Festivalsymbole mit einer modernen Note. Festivalleiter Christian Scharpf (SPD) stellte das Design bei einer Veranstaltung in München vor.
Der Wettbewerb für das Plakat 2024 zog 129 Entwürfe an, eine für die letzten Jahre typische Zahl. Eine Jury sichtete die 30 besten anonymisierten Arbeiten, bevor sie sich für den Entwurf von Florian Huber entschied. Hubers Werk zeigt ein Riesenrad, die Frauentürme, eine Tuba, eine Maß Bier und eine Brezel – alles in einem auffälligen, fragmentierten Stil dargestellt.
Die Jury beschrieb das Design als dynamisch, emotional ansprechend und erinnernd an die künstlerischen Techniken Lyonel Feiningers. Hubers Arbeit belegte zudem im Publikumsvoting vor der offiziellen Entscheidung den zweiten Platz. Als Sieger erhält er 2.500 Euro sowie eine Lizenzgebühr von 5.000 Euro, während der zweite Platz mit 1.250 Euro und der dritte mit 500 Euro prämiert werden.
In den letzten zehn Jahren haben sich die Oktoberfest-Plakate zunehmend minimalistischen und zeitgenössischen Ästhetiken zugewandt. Traditionelle bayerische Motive wichen digitalen Einflüssen und experimentellen Ansätzen. Das diesjährige Design setzt diesen Trend fort und verbindet kulturelles Erbe mit moderner Kreativität.
Das Fest selbst findet vom 19. September bis zum 4. Oktober auf der Münchner Theresienwiese statt.
Hubers Plakat wird nun das Oktoberfest 2024 in der offiziellen Werbung und auf Merchandise-Artikeln repräsentieren. Der Entwurf spiegelt eine generelle Hinwendung zu moderner Kunst in der Festivalgestaltung wider. Die Veranstalter erwarten, dass der neue Look sowohl bei Traditionalisten als auch bei jüngeren Besuchern für Gesprächsstoff sorgen wird.
