Konferenz in Bochum diskutiert mehr Frauenmacht in der Kommunalpolitik
Patrik WesackKonferenz in Bochum diskutiert mehr Frauenmacht in der Kommunalpolitik
Am Dienstag, dem 4. November, fand im Deutschen Bergbau-Museum in Bochum eine Konferenz zur politischen Repräsentation von Frauen statt. Rund 120 Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren vor Ort, darunter Politikerinnen und Politiker, Wissenschaftlerinnen sowie Vertreterinnen und Vertreter aus der öffentlichen Verwaltung. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen die Steigerung der Frauenbeteiligung in der Kommunalpolitik und die bessere Sichtbarkeit von Politikerinnen.
Die Tagung bildete den Abschluss der Initiative "Sei der Wandel: Frauen für Demokratie", die seit 2024 in ganz Nordrhein-Westfalen aktiv ist. Drei Mitglieder des Lünener Projekts "Poli-Tisch" nahmen gemeinsam mit der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt, Heike Tatsch, an der Veranstaltung teil.
Andrea Blome moderierte zwei Podiumsdiskussionen: Eine widmete sich der Frage, wie die Sichtbarkeit von Frauen in der Politik gestärkt werden kann, die andere beleuchtete das Verhältnis von Demokratie und Gleichberechtigung. Mag. Maria Pernegger analysierte die mediale Darstellung von Politikerinnen und wies auf gängige Klischees und Herausforderungen hin.
Prof. Dr. Barbara Thiessen thematisierte strukturelle Hürden, die das politische Engagement von Frauen erschweren. Dr. David H. Gehne und Hanna Schömann, M.A., präsentierten unterdessen Forschungsergebnisse zur Repräsentation von Frauen in kommunalen Gremien. Die Erkenntnisse sollen dem Lünener "Poli-Tisch"-Projekt als Grundlage dienen, um lokale Strategien zur Förderung von Frauen in der Politik weiterzuentwickeln.
Die Impulse der Konferenz fließen direkt in die laufenden Bemühungen Lünens ein, die Geschlechtergerechtigkeit in der Kommunalpolitik zu stärken. Die Stadt plant, die gewonnenen Daten und Diskussionen zu nutzen, um das "Poli-Tisch"-Projekt auszubauen. Die Organisatorinnen und Organisatoren wollen die Dynamik der Initiative nutzen, um die politische Teilhabe von Frauen in der Region nachhaltig zu erhöhen.






