04 February 2026, 18:21

Kölns harte Linie gegen Drogen: Null Toleranz und kontrollierter Mikrohandel geplant

Ein Plakat, das die Elektrostadt Bergbahn in Deutschland bewirbt und Bilder von Gebäuden, Bäumen, Hügeln und beschreibendem Text enthält.

Kölns harte Linie gegen Drogen: Null Toleranz und kontrollierter Mikrohandel geplant

Kölner Oberbürgermeister Torsten Burmester hat Pläne für eine stadtweite Initiative zur Bekämpfung von Drogenproblemen an Brennpunkten in Köln vorgestellt. Das Konzept umfasst schärfere Kontrollen im öffentlichen Dienst sowie ein neues Suchthilfezentrum in der Nähe des Neumarkts, einem bekannten Drogenumschlagplatz in Köln. Burmester setzt sich zudem für Änderungen im Bundesrecht ein, um den kontrollierten Mikrohandel mit Drogen in Betreuungseinrichtungen in Köln zu ermöglichen.

Burmesters Strategie verbindet härteres polizeiliches Durchgreifen mit Maßnahmen zur Schadensminimierung. Er will eine Null-Toleranz-Politik gegenüber Herumlungern, Drogenkonsum und aggressivem Betteln in öffentlichen Bereichen in Köln durchsetzen. Polizeiliche und ordnungsrechtliche Streifen sollen ausgeweitet werden, um den offenen Konsum und Handel in der Stadt Köln zu unterbinden.

Der Oberbürgermeister argumentiert, dass die aktuelle Prohibitionspolitik Beschaffungskriminalität wie Diebstähle in Köln fördere, da Suchtkranke sich auf diese Weise Geld für Drogen beschaffen. Als Lösung schlägt er vor, kleine Drogengeschäfte in überwachten Suchthilfezentren in Köln legal zuzulassen. Dadruch könnten Konsumenten kontrolliert an Substanzen gelangen, ohne auf Straßenhandel oder Straftaten in Köln angewiesen zu sein.

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Zu den Kölner Plänen gehört die Eröffnung eines Beratungszentrums nahe des Neumarkts, in dem vor allem Crackabhängige – die oft alle 30 Minuten konsumieren müssen – Hilfe erhalten sollen. Burmester hat die Initiative bereits mit anderen Städten, darunter Düsseldorf, besprochen. Zwar habe sich noch keine feste Zahl von Kommunen verpflichtet, doch Düsseldorfs Oberbürgermeister Stephan Keller betont, dass Bund und Länder für flächendeckende Veränderungen in der Stadt Köln unverzichtbar seien.

Ziel der Initiative ist es, den öffentlichen Drogenkonsum in Köln einzudämmen und gleichzeitig sichere Alternativen für Suchtkranke in der Stadt Köln anzubieten. Bei Erfolg könnte das Vorhaben die Art und Weise verändern, wie deutsche Städte mit drogenbedingten Herausforderungen in Köln umgehen. Ob der Mikrohandel in Beratungsstellen in Köln Realität wird, hängt nun von Burmesters Vorstoß für eine Gesetzesreform in der Stadt Köln ab.