Kölner Polizei setzt auf mehr Frauen und lokale Präsenz gegen Kriminalität
Marlene SeifertKölner Polizei setzt auf mehr Frauen und lokale Präsenz gegen Kriminalität
Die Polizei in Köln und Leverkusen verstärkt ihre Maßnahmen zur Bekämpfung von Kriminalität und zur Verbesserung der Verkehrssicherheit. Gezielte Einsätze wurden gestartet, um auf lokale Sorgen einzugehen. Diese Schritte sind Teil einer breiter angelegten, gemeindeorientierten Polizeistrategie in der Region.
Das Einsatzleitzentrum der Stadt bearbeitet jährlich ein hohes Aufkommen an Notfällen – über 400.000 Anrufe gehen hier pro Jahr ein. Gleichzeitig spielen die Revierbeamten weiterhin eine zentrale Rolle, um das Vertrauen der Bevölkerung zu stärken und präsent zu sein.
Spezialisierte Einheiten und schnelle Eingreiftrupps gehören zu den Sonderdiensten der Polizei (SPS) und sind in den Polizeibezirken 1, 3 und 6 im Einsatz. Sie arbeiten eng mit mehr als 140 Revierbeamten zusammen, die vor Ort als Schutzmann op dr Eck oder Schutzfrau bekannt sind. Ihre Aufgabe umfasst den Aufbau von Beziehungen zu Anwohnern, Unternehmen und Gemeinschaftsgruppen.
Die Revierpolizei ist in allen sieben Kölner Polizeibezirken aktiv, wobei die Beamten als direkte Ansprechpartner fungieren. Ihr Ziel ist es, durch präventive Arbeit vor Ort – und nicht nur durch reaktive Maßnahmen – die Kriminalität zu senken. In Stoßzeiten kann es jedoch vorkommen, dass die Priorisierung von Notfällen zu geringfügigen Verzögerungen bei den Reaktionszeiten führt.
Der Frauenanteil in der Revierpolizei steigt kontinuierlich. 2023 waren etwa 35 bis 40 der über 140 Beamten Frauen, was rund 25 Prozent der Truppe entspricht. Das ist ein Anstieg gegenüber 18 Prozent im Jahr 2018 und spiegelt die gezielten Rekrutierungsbemühungen der Kölner Polizei wider.
Der Ausbau der Revierpolizei und der Spezialeinheiten unterstreicht den Fokus Kölns auf gemeindebasierte Sicherheit. Mit immer mehr Frauen in den Reihen wird die Truppe vielfältiger, während sie gleichzeitig das hohe Anrufaufkommen bewältigt. Die Anstrengungen zielen darauf ab, schnelle Notfallhilfe mit langfristiger Kriminalprävention in Einklang zu bringen.
