Kölner Helios-Schule: Eröffnung verzögert, Kosten steigen auf 157 Millionen Euro
Patrik WesackKölner Helios-Schule: Eröffnung verzögert, Kosten steigen auf 157 Millionen Euro
Eröffnung der Kölner Helios-Schule um drei Jahre verschoben – Kosten explodieren auf 157 Millionen Euro
Die Eröffnung der Kölner Helios-Schule verzögert sich um drei weitere Jahre, während die Kosten auf nunmehr 157 Millionen Euro ansteigen. Verärgerte Eltern, die unter den wiederholten Verschiebungen leiden, fordern klare Prioritäten für die Bildungspolitik und eine verbindliche Zusage, dass es keine weiteren Verzögerungen geben wird. Die jüngsten Rückschläge sind auf anhaltende Probleme mit der Bausubstanz und Fassadenmängel zurückzuführen, die bereits im vergangenen Jahr entdeckt wurden.
Ursprünglich sollte die neu gebaute Helios-Schule 2024 eröffnet werden – nun wird mit einer Fertigstellung frühestens 2027 gerechnet. Die Kosten sind von ursprünglich 92 Millionen Euro auf 157 Millionen Euro hochgeschnellt, unter anderem wegen schwerwiegender Mängel an der Fassade und der Gebäudestruktur. Die Stadt Köln kündigte den Vertrag mit dem ursprünglichen Fassadenbauer nach der Entdeckung der Defekte. Ein von der Stadt beauftragter Gutachter prüft derzeit die gesamte Fassade auf weitere Schäden.
Hinzu kommen Probleme mit den Mess- und Steuerungssystemen des Gebäudes. Die überarbeiteten Pläne sind etwa fünfmal komplexer als das ursprüngliche Design, sodass bereits vergebenen Aufträge neu ausgeschrieben werden müssen. Auch die Zusammenarbeit mit dem Fachplaner für Gebäudetechnik wurde vorzeitig beendet.
Unterdessen sind die Schülerinnen und Schüler weiterhin auf drei provisorische Standorte verteilt. Angesichts der wachsenden Frustration haben Eltern für November eine Demonstration angekündigt, um eine schnellere Umsetzung und eine verbindliche Einhaltung des neuen Zeitplans zu fordern.
Das Helios-Schulprojekt steht nun vor einer Fertigstellungsfrist im Jahr 2027 – bei Mehrkosten von 65 Millionen Euro. Die Stadt prüft weiterhin mögliche neue Baumängel, während sich Eltern auf Proteste gegen weitere Verzögerungen vorbereiten. Die Schüler werden bis zur Freigabe des Gebäudes als sicher und voll funktionsfähig in den Ersatzunterkünften bleiben.






