31 December 2025, 10:20

KI-Assistenten revolutionieren die Produktion in NRW – und bald weltweit

Ein Mann in einer Mütze und einem T-Shirt steht in einer Fabrik und arbeitet in der Nähe von Maschinen auf dem Boden und an der Decke, mit Lüftern und Lampen darüber.

KI-Assistenten revolutionieren die Produktion in NRW – und bald weltweit

Ein neues KI-gestütztes Assistenzsystem für Mitarbeiter ist nun an 120 Arbeitsplätzen in Harsewinkel im Einsatz – mit Plänen für eine internationale Ausweitung. Das vom Spitzencluster it’s OWL entwickelte Projekt umfasste große Unternehmen und Forschungseinrichtungen. Das Land Nordrhein-Westfalen förderte die 14,5-Millionen-Euro-Initiative, die darauf abzielt, die Fertigung durch digitale Werkzeuge und künstliche Intelligenz zu modernisieren.

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An der Entwicklung des Systems wirkten Schmitz Cargobull, Claas, NTT DATA Business Solutions, Duvenbeck Logistik, MotionMiners sowie mehrere Fraunhofer-Institute mit. Claas setzte in seiner Mähdrescher-Produktion ein digitales Assistenztool ein, das Auftragsabläufe über eine Weboberfläche und industrielle Internetverbindungen optimiert. Zudem wird ein generativer KI-Chatbot erprobt, der Montageanleitungen in Echtzeit auf Abruf bereitstellt.

Schmitz Cargobull schuf am Standort Vreden ein digitales Fabrikmodell, das durch geteilte Daten die Planung verbessert und mithilfe von KI 3D-Punktwolken verarbeitet. Parallel entwickelte die Initiative Data Factory NRW 51 praxistaugliche KI-Anwendungen, etwa für Schichtplanung und Qualitätskontrolle. Diese Innovationen sind Teil der Kompetenzplattform AI.NRW, die KI in Fabrikplanung, Produktion, Logistik und Unternehmenssysteme integriert. Das it’s OWL-Netzwerk arbeitet nun daran, diese Lösungen auch kleinen und mittleren Unternehmen zugänglich zu machen. Durch erprobte Methoden und Tools soll der Mittelstand moderne, KI-basierte Fertigungsprozesse einfacher übernehmen können.

Das Assistenzsystem ist bereits im Claas-Werk in Harsewinkel aktiv, eine weitere Ausdehnung ist geplant. Mit 9,2 Millionen Euro Landesförderung unterstreicht das Projekt den Kurs Nordrhein-Westfalens, die industrielle Wettbewerbsfähigkeit durch KI und Digitalisierung zu stärken. Die entwickelten Werkzeuge werden nun für den Einsatz in verschiedenen Fertigungsbranchen angepasst.