24 April 2026, 18:36

IT-Sicherheit in Deutschland: 88 % der Experten warnen vor hohen Cyberrisiken

Ein kreisförmiges Wortwolken-Diagramm mit "Information Security" in verschiedenen Sprachen, am größten in der Mitte und kleinere Wörter strahlen nach außen, in Blauschattierungen.

IT-Sicherheit in Deutschland: 88 % der Experten warnen vor hohen Cyberrisiken

Eine neue Umfrage des Eco-Verbands zeigt wachsende Sorgen über IT-Sicherheitsbedrohungen in Deutschland. Mehr als 88 % der IT-Experten stufen das aktuelle Bedrohungsniveau als hoch oder sehr hoch ein. Die Ergebnisse verdeutlichen sowohl steigende Risiken als auch Bemühungen, die Abwehrkräfte zu stärken.

An der Befragung nahmen 175 IT-Fachleute teil. Demnach bleibt Ransomware die größte Gefahr – 6,4 % der Unternehmen waren betroffen. Eng gefolgt von CEO-Betrug mit 6,3 %. Trotz dieser Angriffe zahlte keines der betroffenen Unternehmen Lösegeld.

Als drängendste Sicherheitsherausforderungen wurden Datenverschlüsselung und E-Mail-Sicherheit identifiziert. Rund 60 % der Firmen haben bereits interne Prozesse oder Notfallpläne für Vorfälle etabliert, weitere 16 % planen dies. Auch Schulungen für Mitarbeiter stehen hoch im Kurs: 60 % führen regelmäßig Trainings durch, 19 % bieten sie unregelmäßig an.

Fast die Hälfte der Unternehmen beabsichtigt, ihre IT-Sicherheitsbudgets aufzustocken – darunter 5,1 %, die eine deutliche Erhöhung vornehmen wollen. Über 93 % erwarten, dass KI die Bedrohungslage verschärft, doch 40 % setzen bereits KI-Tools ein, um ihre Abwehr zu verbessern.

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Die Einschätzung der eigenen Sicherheitslage fällt unterschiedlich aus: 41,8 % bewerten ihre Position als "gut", 14,7 % als "sehr gut". Allerdings halten 75,6 % die deutsche Wirtschaft insgesamt für schlecht auf IT-Sicherheitsvorfälle vorbereitet.

Die Umfrage zeigt einen klaren Trend: Unternehmen erkennen die zunehmende Gefahr durch Cyberangriffe und investieren in Prävention. Immer mehr Firmen nutzen KI, schulen Mitarbeiter und stocken Budgets auf, um Schwachstellen zu beheben. Dennoch bleiben Bedenken, ob die deutsche Wirtschaft insgesamt für künftige Vorfälle gerüstet ist.

Quelle