Hürth erhöht 2026 Gebühren für Abfall, Wasser und Straßenreinigung leicht
Patrik WesackHürth erhöht 2026 Gebühren für Abfall, Wasser und Straßenreinigung leicht
Haushalte in Hürth müssen 2026 mit Änderungen bei den Gebührenbescheiden rechnen, nachdem der Aufsichtsrat der Stadtwerke Hürth neue Entgelte beschlossen hat. Die Anpassungen betreffen die Abfallentsorgung, die Abwasserbewirtschaftung, die Straßenreinigung sowie die Wasserversorgung. Insgesamt steigen die Kosten leicht, wobei einige Leistungen im kommenden Jahr sogar günstiger werden.
Für einen typischen Vier-Personen-Haushalt in einem Einfamilienhaus erhöht sich die jährliche Gesamtbelastung um 3,27 Prozent. 2026 werden 1.716,48 Euro fällig – 2025 waren es noch 1.662,09 Euro. Die Erhöhung spiegelt gestiegene Ausgaben in mehreren Bereichen wider.
Die Abfallgebühren steigen: Eine 120-Liter-Tonne, die 26-mal im Jahr geleert wird, kostet künftig 372 Euro (2025: 339 Euro). Auch die Straßenreinigungsgebühr erhöht sich auf 3,36 Euro pro Meter Grundstücksfront (bisher: 2,73 Euro). Der Frischwasserpreis klettert auf 2,50 Euro pro Kubikmeter (2025: 2,31 Euro).
Nicht alle Posten werden teurer: Die Abwassergebühr sinkt auf 2,81 Euro pro Kubikmeter (2025: 2,94 Euro), und die Entwässerungsgebühr für Regenwasser verringert sich leicht von 1,68 Euro auf 1,65 Euro pro Quadratmeter. Die Senkung bei den Abwasserkosten ist auf die Verwendung von Überschüssen aus Vorjahren zurückzuführen.
Hintergrund der Gebührenanpassungen sind steigende Personalkosten, allgemeine Preiserhöhungen, höhere Deponiegebühren sowie erhöhte Abschreibungen durch jüngste Investitionsprojekte der Stadtwerke Hürth. Diese Faktoren prägen maßgeblich die neue Preisstruktur.
Die aktualisierten Gebühren treten 2026 in Kraft und führen für die meisten Haushalte zu einer moderaten Gesamtbelastung. Während einige Leistungen wie Abwasser und Regenwasserentsorgung günstiger werden, verteuern sich andere wichtige Versorgungsleistungen. Die Änderungen stehen im Kontext der wirtschaftlichen Herausforderungen, denen kommunale Dienstleister in der Region gegenüberstehen.






