Hunderte blockieren Atommüll-Transporte auf der A2 in Bottrop
Rund 100 Atomkraftgegner werden an diesem Wochenende in Bottrop zusammenkommen, um gegen geplante Transporte von radioaktivem Abfall zu protestieren. Die von lokalen Aktivisten organisierte Demonstration zielt darauf ab, Lieferungen von nuklearem Material vom Forschungszentrum Jülich nach Ahaus zu blockieren.
Die Veranstaltung beginnt um 11:00 Uhr in der Nähe der Autobahn A2 in Bottrop-Süd. Die Demonstranten werden durch Wohngebiete ziehen, um auf die Risiken einer möglichen radioaktiven Belastung aufmerksam zu machen.
Bei den geplanten Transporten handelt es sich um 152 Lkw-Ladungen mit Atommüll. Die Aktivisten argumentieren, dass diese Lieferungen ernsthafte Gefahren bergen und sofort gestoppt werden müssten.
Die Organisatoren sahen sich zunächst mit Einschränkungen konfrontiert, nachdem die Polizei aus Sicherheitsgründen das Überqueren von Brücken über die A2 verboten hatte. Ein späteres Gerichtsurteil erlaubte jedoch, dass der Protest wie geplant – einschließlich der Brückenüberquerungen – stattfinden darf.
Die Demonstration wird durch Bottrop-Fuhlenbrock führen, wo Anwohner Bedenken wegen möglicher Gefahren geäußert haben. Unterdessen hat der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND NRW) rechtliche Schritte gegen die Transportgenehmigungen eingeleitet. Trotz dieser Bemühungen entschied das Berliner Brandenburgische Oberlandesgericht am 9. Januar 2026, dass der BUND e.V. die Transporte nicht stoppen könne.
Bisher wurden keine offiziellen Termine für die Castor-Transporte bekannt gegeben. Die Aktivisten bleiben jedoch entschlossen, auf eine Absage zu drängen, und verweisen auf die anhaltenden Risiken für die öffentliche Sicherheit.
Die Protestaktion wird wie geplant durchgeführt, wobei die Demonstranten die A2-Brücken überqueren dürfen, nachdem sie die rechtliche Erlaubnis erhalten haben. Zwar wies das Gericht die Klage des BUND ab, doch die Aktivisten setzen sich weiterhin gegen die Atommülltransporte ein.
Die Veranstaltung spiegelt die wachsende Besorgnis über den Transport radioaktiver Stoffe wider, wobei lokale Gemeinschaften strengere Sicherheitsvorkehrungen fordern.
