28 June 2026, 02:12

HHU Düsseldorf forscht an bakteriellem Öko-Pestizid für die Landwirtschaft

Nachhaltige Pestizide für die Landwirtschaft

HHU Düsseldorf forscht an bakteriellem Öko-Pestizid für die Landwirtschaft

Neues Forschungsprojekt an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) erforscht bakterienbasierte Herstellung eines umweltfreundlichen Pestizids

Ein neues Forschungsvorhaben an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) widmet sich der Entwicklung eines ökologischen Pestizids auf Bakterienbasis. Das unter der Leitung von Dr. St. Elmo Wilken stehende Projekt erhält fast 2,7 Millionen Euro Fördergelder vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR). Ziel ist es, eine nachhaltige Alternative zu herkömmlichen chemischen Pestiziden zu schaffen.

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Das auf fünf Jahre angelegte Vorhaben mit dem Namen PyreComm konzentriert sich auf die Produktion von Pyrethrin-Verbindungen mithilfe des Bakteriums Vibrio natriegens. Diese Wirkstoffe werden natürlicherweise aus der Dalmatinischen Insektenblume gewonnen und sind für ihre Wirksamkeit als Insektizide bekannt.

Das Forschungsteam wird mikrobielle Gemeinschaften genetisch so anpassen, dass die Produktions effizienz optimiert wird. Fortschrittliche Stoffwechselmodellierung und moderne Messtechniken bilden dabei die Grundlage. Die Bakterien werden in Bioreaktoren gezüchtet und mit nachwachsenden Rohstoffen auf Holzbasis versorgt – eine direkte Verbindung zwischen Landwirtschaft und Bio-Pestizid-Herstellung.

Die Förderung erfolgt im Rahmen der Nationalen Bioökonomiestrategie des BMFTR, die 2020 ins Leben gerufen wurde, um eine Kreislaufwirtschaft zu fördern. Das Projekt steht zudem im Einklang mit der „Farm to Fork“-Strategie der EU, was die Aussichten auf eine zügige regulatorische Zulassung verbessert. Unterstützung erhält es außerdem durch die Initiative „Kreative Nachwuchstalente für die Bioökonomie“, die die Zusammenarbeit zwischen jungen und erfahrenen Forschenden fördert.

Ziel ist ein skalierbares, halb-synthetisches Verfahren zur nachhaltigen Pyrethrin-Herstellung. Bei Erfolg könnte die Methode die Abhängigkeit von chemischen Pestiziden verringern. Gleichzeitig stärkt das Projekt Deutschlands Bestrebungen, eine biobasierte und ressourceneffiziente Wirtschaft aufzubauen.

Quelle