30 December 2025, 12:34

Henriette Reker entschuldigt sich für umstrittene Aussagen nach Kölner Silvesterangriffen

Ein Plakat mit Bildern von Frauen und begleitendem Text.

Henriette Reker zu ihrer 'Distanz' - 'Es war falsch' - Henriette Reker entschuldigt sich für umstrittene Aussagen nach Kölner Silvesterangriffen

Henriette Reker, die ehemalige Oberbürgermeisterin von Köln, hat Bedauern über ihre umstrittenen Äußerungen im Anschluss an die Silvesterangriffe 2016 geäußert. Bei den Vorfällen gab es über 1.200 Strafanzeigen, darunter Hunderte wegen sexueller Übergriffe, was eine breite Debatte über öffentliche Sicherheit und Migrationspolitik auslöste.

Die Angriffe ereigneten sich in der Silvesternacht 2015/16 in Köln, wo 1.210 Strafanzeigen erstattet wurden, darunter 511 wegen sexueller Belästigung oder Übergriffen. Von den Beschuldigten wurden 46 angeklagt, 36 später verurteilt. Die meisten Tatverdächtigen stammten aus Nordafrika, insbesondere aus Algerien und Marokko, und nicht aus Syrien.

Reker sah sich damals Kritik ausgesetzt, nachdem sie angedeutet hatte, Frauen hätten Übergriffe vermeiden können, indem sie Fremde 'auf Abstand' hielten. Mittlerweile hat sie eingeräumt, dass ihre Aussage unangemessen war. Der Vorfall befeuerte zudem die Diskussionen über die Flüchtlingspolitik von Bundeskanzlerin Angela Merkel und das Vertrauen der Bevölkerung in die Sicherheitsbehörden. Reker, die von 2015 bis 2025 als Oberbürgermeisterin amtierte, war zunächst mit Unterstützung von CDU, Grünen und FDP gewählt worden und regierte später mit einer Koalition aus CDU und Grünen. Ihre politische Laufbahn war bereits von einem Messerangriff während ihres ersten Wahlkampfs überschattet worden. Nach den Angriffen 2016 erhielt sie einen Solidaritätsanruf von Olaf Scholz, damals Bürgermeister von Hamburg, der ihr riet, wie sie mit den öffentlichen Erwartungen umgehen solle – mit dem Hinweis, dass sie, anders als er, nicht für die Polizei zuständig sei.

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Die Kölner Silvestervorfälle hinterließen tiefe Spuren in der öffentlichen Debatte, insbesondere zu den Themen Migration und Sicherheit von Frauen. Rekers Entschuldigung für ihre damalige Aussage kommt Jahre nach den Ereignissen, die zu 36 Verurteilungen führten und die weiterhin die deutsche Handhabung solcher Vorfälle kritisch hinterfragen lassen.