Hamm baut Europas neues Logistikdrehkreuz auf altem Bahnhofsgelände
Nelly GirschnerHamm baut Europas neues Logistikdrehkreuz auf altem Bahnhofsgelände
Hamm will sein ehemaliges Rangierbahnhofgelände in ein modernstes Güterverkehrsterminal verwandeln. Die Stadt hat mit der METRANS Deutschland GmbH, einer Tochtergesellschaft der HHLA, einen Vertrag unterzeichnet, um das Areal zu einem bedeutenden Logistikdrehkreuz auszubauen. Beamte beschreiben den Standort als ideal, um Schienen-, Straßen- und Binnenschiffsverkehr in ganz Europa zu vernetzen.
Das Projekt mit dem Namen Multi Hub Westfalen soll aus dem alten Bahnhof ein modernes Trimodal-Terminal machen. Hamms zentrale Lage bietet direkte Ost-West- und Nord-Süd-Verbindungen sowie einen einfachen Zugang zu Seehäfen und Wasserstraßen. Damit wird die Stadt zu einem strategischen Knotenpunkt entlang der wichtigsten europäischen Handelsrouten.
METRANS und die Stadt haben ihre Zusammenarbeit mit einer Absichtserklärung besiegelt. Das Unternehmen übernimmt einen 27-Prozent-Anteil an der Entwicklungsagentur für nachhaltigen Güterverkehr (EANG), der für das Projekt zuständigen Behörde. Peter Kiss, Vorstandsvorsitzender von METRANS, bestätigte Pläne, Hamm als westlichen Knotenpunkt in ihrem europäischen Netzwerk zu etablieren.
Marc Herter, Oberbürgermeister von Hamm, bezeichnete das Terminal als zukünftiges Zentrum für klimafreundliche Logistik. Der Stadtrat wird über die Anteilsänderung in seiner ersten Sitzung am 3. November abstimmen. Eine Zustimmung würde den Weg für die nächsten Entwicklungsphasen ebnen.
Das neue Terminal soll Hamms Rolle im europäischen Güterverkehr stärken. Mit METRANS an Bord wird das Projekt den Ausbau von Schienen-, Straßen- und Wasserwegen vorantreiben. Die Stadt erwartet, dass der Logistikstandort Effizienzsteigerungen ermöglicht und die Emissionen im Transportsektor verringert.






